Nivea-Hersteller: China-Geschäft schmälert Gewinn von Beiersdorf

Nivea-Hersteller: China-Geschäft schmälert Gewinn von Beiersdorf

Der Nivea-Hersteller Beiersdorf hat seine Jahresziele erreicht. Ein schwächelndes Geschäft in China verhinderte jedoch Höhenflüge. Für die Aktionäre gibt es keine höhere Dividende.

Bild vergrößern

Nivea, die Kultmarke von Beiersdorf.


Ein schwächelndes China-Geschäft hat beim Nivea-Hersteller Beiersdorf im vergangenen Jahr den Gewinn geschmälert. Die eingetrübten Geschäftsaussichten für das chinesische Haarpflegegeschäft machten Wertberichtigungen in Millionenhöhe notwendig. Dadurch sank der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn 2014 von 534 auf 529 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Freitag mitteilte.

Kräftige Zuwächse verzeichnete Konzern in der Kosmetiksparte in Afrika, Asien und Australien sowie in Südamerika. Auch das Geschäft der Klebstofftochter Tesa war robust.

Anzeige

Vor den Beiersdorf-Jahreszahlen Geht Nivea bald die Puste aus?

Beiersdorf, der Hersteller der blau-weißen Kultmarke Nivea, ist im vergangenen Geschäftsjahr langsamer gewachsen und der Aktienkurs entwickelt sich unterdurchschnittlich. Der Turnaround des Dax-Konzerns könnte scheitern.

Nivea-Creme-Dosen Quelle: dpa


Die Aktionäre sollen erneut eine nur stabile Dividende von 0,70 Euro je Aktie erhalten. Analysten hatten hier mit einer Erhöhung gerechnet. Ein großer Teil der Dividendensumme von 159 Millionen Euro geht an die Hamburger Milliardärsfamilie Herz, die über ihre Holding Maxingvest gut 50 Prozent der Anteile an dem Kosmetikkonzern hält. Für das laufende Jahr geht das Management von einem Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent aus. Die operative Rendite (Ebit-Marge) soll leicht steigen. Im abgelaufenen Jahr waren im Konzern 13,7 Prozent vom Umsatz übrig geblieben, ein halber Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

Weitere Artikel

Beiersdorf hatte seine Ziele im vergangenen Jahr erst nach einem Schlussspurt erreicht. Auch beim Rivalen L'Oreal zogen die Erlöse zum Jahresende wieder an. Der französische Weltmarktführer will im laufenden Jahr besser abschneiden als der Markt.

In der ersten Jahreshälfte hatte die Euro-Stärke Beiersdorf Probleme bereitet. Danach verlor die Gemeinschaftswährung an Wert und der Dollar zog an, was seither den Export in Länder außerhalb der Euro-Zone erleichtert. Der Kosmetikkonzern steigerte den Umsatz um 2,3 Prozent auf knapp 6,3 Milliarden Euro. Organisch, also ohne Wechselkursschwankungen, hätten die Erlöse um 4,7 Prozent zugelegt. Beiersdorf mit mehr als 17.000 Mitarbeitern macht den Großteil seiner Erlöse mit Kosmetikartikeln wie Nivea, Eucerin, Labello und 8x4. Die Klebstofftochter Tesa steht für etwa ein Sechstel des Konzernumsatzes.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%