Oetker vs. Aldi Süd: Paula verliert im Puddingstreit

Oetker vs. Aldi Süd: Paula verliert im Puddingstreit

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Pudding mit Schokolade und Vanille - Flatschen oder Flecken erinnern an das Fell von Kühen.

Im Streit um den Fleckenpudding "Paula" von Oetker hat Aldi Süd gewonnen. Das Landgericht Düsseldorf hat entschieden, dass bei dem Aldi-Pudding "Flecki" keine sogenannte Herkunftstäuschung vorliege.

Seit Mitte November wird in Aldi-Süd-Filialen in Nordrhein-Westfalen der Pudding "Flecki" vertrieben, der durch die Mischung von Schoko- und Vanillepudding ein geflecktes Muster aufweist. Auf der Verpackung ist eine weiße Kuh vor der Kulisse eines Bauernhofes zu sehen. zu sehen. Eine Kuh mit großer Sonnenbrille ist auch auf der Verpackung des Puddings "Paula" zu sehen, der seit August 2005 von Oetker vertrieben wird und auch sehr prominent beworben wird. das Bielefelder Familienunternehmen Oetker hatte einen Eilantrag gestellt, der Aldi-Süd den europaweiten Vertrieb untersagen sollte.

„Wir haben uns die Technik zur Herstellung der Flecken extra patentieren lassen“, sagt Oetker-Sprecher Jörg Schillinger. Das sogenannte Geschmacksmuster ist in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes in München eingetragen. „Paula“ hat sogar eine eigene Homepage. Das Düsseldorfer Landgericht musste nun prüfen, ob der Aldi-Pudding eine Kopie oder eine eigenes Produkt anbietet.

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Die Zivilkammer des Landgerichtes sieht im Vertrieb von „Flecki“ keinen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Gerichts.

Bereits Ende Januar hatte Richterin Johanna Brückner-Hofmann sich die Geschmacksmuster, genau angesehen und die jeweiligen Flecken intensiv miteinander verglichen. Das Ergebnis: Die „Flecki“-Flecken seien etwas näher beieinander, nicht so scharf konturiert, die Vanille etwas gelber - alles in allem doch ziemliche Unterschiede. Auch die Kühe auf dem Deckel seien nicht zu verwechseln: Die dicke „Paula“ mit Sonnenbrille und die „Flecki“ mit schlankem Hals und in Begleitung anderer Tiere.

Die Abweisung des Oetker-Eilantrags begründet das Landgericht damit, dass keine Verletzung eines von Dr. Oetker eingetragenen europäischen Designrechts (Gemeinschaftsgeschmacksmusters) vorliege und auch die von den Bielefeldern behaupteten Wettbewerbsverstöße nicht ersichtlich seien. Das Aldi-Produkt „Flecki“ weise in seiner Gestaltung ausreichende Unterschiede zu Dr. Oetkers „Paula“ auf. Zwar sei die Seitenansicht der beiden Produkte ähnlich, doch die Ansicht von oben weise klare Unterschiede auf, der Pudding von Aldi sei nahezu einfarbig.

Auch eine sogenannte "Rufausbeutung" läge nicht vor, denn Käufer würden nicht über die Herkunft des Produktes getäuscht. "Grundsätzlich müsse es einem Wettbewerber möglich sein, ein Milchprodukt zur kindgerechten Gestaltung in die Nähe einer Kuh und deren Fell zu bringen", heißt es in der Begründung des Gerichtes weiter.

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