Online-Auktionshaus: Ebay will Zalando & Co. Konkurrenz machen

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Online-Auktionshaus: Ebay will Zalando & Co. Konkurrenz machen

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Martin Tschopp, 41, ist seit 2012 Deutschland-Chef des Online-Marktplatzes. Zuvor leitete der gebürtige Schweizer die Fahrzeugplattform mobile.de, die ebenfalls zu Ebay gehört, und arbeitete für den Konzern in den USA.

von Henryk Hielscher

Martin Tschopp, Deutschland-Chef von Ebay will mehr stationäre Händler auf die Online- Verkaufsplattform locken, und im Geschäft mit Mode richtig Gas geben.

WirtschaftsWoche: Herr Tschopp, wann haben Sie das letzte Mal etwas bei Ebay versteigert?

Tschopp: Vor zwei Wochen habe ich ein Fitnessarmband verkauft. Die Auktion begann bei einem Euro und am Ende kamen 90 Euro raus. Das hat sich also gelohnt, auch wenn ich mit dem Gewinn bei Ebay gleich wieder Bastelsachen für meine Kinder gekauft habe.

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Wie wichtig ist das klassische Auktionsgeschäft noch für Ebay?

Die Auktionen sind für uns nach wie vor ein wichtiges Standbein und gehören zur DNA von Ebay. Aber wenn man den Wert aller verkauften Waren betrachtet, liegt der Anteil des Auktionsgeschäfts nur noch bei 30 Prozent. 70 Prozent entfallen auf neue Artikel, die mehrheitlich von Händlern zu Festpreisen angeboten werden.

2012 haben Sie Ihre Umsätze in Deutschland zwar um neun Prozent gesteigert, der Online-Handel insgesamt wuchs aber dynamischer. Ihr Rivale Amazon legte um 21 Prozent zu. Was lief falsch?

Zur Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche in Deutschland können wir uns als an der Nasdaq notiertes Unternehmen leider nicht äußern. Nur so viel: Wir sind zufrieden. Weltweit gehen wir davon aus, dass die Marktplatz-Umsätze von 7,4 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr bis 2015 jedes Jahr um rund 14 Prozent auf dann 10,5 bis 11,5 Milliarden Dollar steigen werden.

Ebay hat gemeinsam mit Designer Guido Maria Kretschmer eine eigene Modekollektion vorgestellt. Quelle: Ebay

Ebay hat gemeinsam mit Designer Guido Maria Kretschmer eine eigene Modekollektion vorgestellt.

Bild: Ebay

Sie haben vor Kurzem gemeinsam mit dem Designer Guido Maria Kretschmer eine eigene Fashionkollektion vorgestellt. Ein neuer Angriff auf die Modebranche?

Die Kooperation soll uns in erster Linie im Modesegment bekannter machen. Es geht hier um eine limitierte Kollektion, insofern sind wir keine Konkurrenz zum klassischen Modehandel. Aber: Mode ist ein extrem starker Wachstumstreiber für den gesamten Online-Handel. Da wollen wir weiter mitspielen und geben jetzt Gas.

Was haben Sie vor?

Die Fashion-Web-Site ist noch nicht so, wie wir uns das vorstellen. Das wird sich diesen Sommer ändern. Die Seite wird übersichtlicher, besser nach Marken sortier- und durchsuchbar. Zudem wollen wir noch mehr Händler und Hersteller für uns gewinnen. Wir möchten auch jenseits der Modebranche mehr stationäre Anbieter überzeugen, mit uns zusammenzuarbeiten.

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