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Online-Handel: Die Folgen von Amazons Expansion

von Matthias Hohensee

Die aggressive Expansion des Online-Händlers hat seinen Preis. Doch im jüngsten Quartal schmälerte das nicht nur den Gewinn. Auch der Umsatz blieb unter den Erwartungen. Amazon bleibt trotzdem interessant.

Das Imperium von Amazon

Viel Geld in der Kasse
Im vierten Quartal 2010 erzielte Amazon erstmals einen Umsatz von mehr als zehn Milliarden Dollar. Die Erlöse stiegen um 36 Prozent auf 12,95 Milliarden - allerdings hatten Analysten mit noch mehr gerechnet und waren auch vom Ausblick enttäuscht. Nachbörslich verlor die Aktie zwischenzeitlich fast zehn Prozent.

Der weltweit größte Online-Buchhändler Amazon verkauft schon längst nicht mehr nur Bücher. Das Unternehmen investiert in Technologie und Unternehmensübernahmen. Allein im vierten Quartal 2010 erzielte Amazon erstmals einen Umsatz von mehr als zehn Milliarden Dollar. Die Erlöse stiegen um 36 Prozent auf 12,95 Milliarden.

Ein Überblick über Teile des Amazon-Imperiums...

Alle Texte: Jörg Stroisch

Quelle: dpa

Als ehemaliger Finanzanalyst kennt Amazon-Chef Jeff Bezos das Spiel. Je intensiver der Hype, umso stärker die Aufmerksamkeit, umso höher die Erwartungen. Was sich umso schlimmer rächt, wenn letztere verfehlt werden.

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So wie bei den Zahlen des vierten Quartals, die der Online-Händler aus Seattle am Dienstagabend bekanntgab. Das am 31. Dezember beendete Quartal ist das traditionell stärkste von Amazon.com, enthält es doch das so wichtige Weihnachtsgeschäft. Tatsächlich setzte Amazon.com mit 17,4 Milliarden Dollar einen neuen absoluten Umsatzrekord, der 35 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums lag. Doch der Umsatzsprung reichte nicht aus. Denn die Wall Street Analysten hatten mit mindestens 18,1 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn ging um 57 Prozent zurück. Da Amazon im vergangenen Jahr kräftig in neue Produkte, Dienste und zusätzliches Personal investierte, lag er nur bei 177 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 416 Millionen gewesen.

„Amazon zählt als Wachstumsunternehmen“, sagt Analyst Aaron Kessler von der Investmentbank Raymond James. Dass der Gewinn so stark zusammenschmolz, spielt deshalb eine kleinere Rolle als der geringere Umsatzsprung.

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Amazon-Finanzchef Tom Szkutak schiebt ihn auf das schwächer als erwartet ausgefallene Weihnachtsgeschäft in Nordamerika, besonders beim Absatz von Videospielen. Die müssen immer stärker gegen gratis Online-Spiele oder preisgünstige Titel für Mobiltelefone antreten.

Dafür kann sich Amazon immer stärker als Logistik-Dienstleister etablieren. Die Verkäufe von externen Händlern über Amazons Plattform machen mittlerweile 36 Prozent der abgesetzten Produkte aus.

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