Online-Handel: Getgoods-Pleite: Insolvenzverwalter sieht Hinweise auf Unregelmäßigkeiten

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Der Online-Händler getgoods.de musste Insolvenz anmelden.

von Henryk Hielscher

Kurz vor der Pleite des Online-Händlers Getgoods sind Millionenbeträge von den Konten des Unternehmens abgeflossen.

Das bestätigte Christian Graf Brockdorff, Insolvenzverwalter der Getgoods-Dachgesellschaft, der WirtschaftsWoche. Die Analyse interner Zahlungsströme durch die Insolvenzverwaltung habe „Hinweise auf Unregelmäßigkeiten“ ergeben. Das börsennotierte E-Commerce-Unternehmen hatte Mitte November 2013 Insolvenz angemeldet und hatte sich zuvor über die Emission einer so genannten Mittelstandsanleihe Geld beschafft.

„Rund 13 Millionen Euro wurden noch im Oktober 2013 bei Anlegern eingeworben. Kurz vor dem Insolvenzantrag ist ein Großteil des Betrags von den Konten abgeflossen“, sagte Brockdorff dem Magazin. „Generell wirft die Buchführung Fragen auf. So ist bei einzelnen Rechnungsposten offen, welche Gegenleistungen es gab.“

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Die Erkenntnisse des Verwalters dürften auch die Staatsanwaltschaft in Frankfurt an der Oder interessieren. Die Behörde hatte wenige Tage nach dem Insolvenzantrag Ermittlungen eingeleitet wegen des Verdachts auf Unterschlagung und wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Aktienrecht.

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