Onlinehandel: Zalando ändert Rechtsform, Börsengang bleibt Option

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Zalando erwägt einen Börsengang

von Henryk Hielscher

Der Online-Modehändler Zalando soll ab Sommer 2014 als Europäische Aktiengesellschaft (SE) firmieren. Und noch etwas ändert sich: In der Zalando-Werbung wird künftig nicht mehr vor Glück geschrien.

„Im Rahmen der Umwandlung werden dann auch Arbeitnehmervertreter in den Zalando-Aufsichtsrat einziehen“, sagte Zalando-Vorstand Rubin Ritter im Interview mit der WirtschaftsWoche. Die neue Rechtsform zeige vor allem den europaweiten Charakter des Unternehmens, dessen Umsatz 2013 um mehr als 50 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen ist. „Über die Hälfte des Umsatzes erzielen wir mittlerweile im Ausland“, sagte Ritter dem Magazin. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 5000 Mitarbeiter und wird als Kandidat für einen Börsengang gehandelt. „Ein Börsengang kann irgendwann kommen und wäre dann ein positiver Schritt für Zalando“, sagte Ritter dazu. Allerdings sei ein Börsengang kein Automatismus, sondern eine Option. Im Fokus stehe weiter das operative Geschäft. So soll das Berliner Unternehmen auch in den kommenden Jahren weiter stark wachsen. Ritter: „Wir wachsen schneller als der E-Commerce-Markt insgesamt und gewinnen Marktanteile. Das ist unser Anspruch für die kommenden Jahre, genauso wie wir eine Verbesserung der Marge anstreben.“ Aber „es gibt keinen festgelegten Zeitpunkt, zu dem die Gewinnschwelle erreicht werden muss“.

2014 will Zalando vor allem das Mobile-Geschäft ausbauen, also den Verkauf über Smartphones und Tablets, und bestehende Märkte im Ausland weiterentwickeln. „Gerade in Südeuropa sehen wir noch viel Wachstumspotential “, sagte Zalando-Gründer Robert Gentz ebenfalls im Gespräch mit der Wirtschaftswoche. In Ländern wie Italien sei das generelle Vertrauen in E-Commerce noch nicht so ausgeprägt wie in den Niederlanden oder in der Schweiz. Gentz: „Das macht Südeuropa für die kommenden Jahre umso spannender für uns.“

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Neue Werbung und Smartphone-Apps

Außerdem ändert das Berliner Unternehmen seine Werbung: "Den Schrei hatten wir jetzt lange genug in den Spots, unsere Kunden wollen mal was Neues sehen", sagte Zalando-Vorstand Robert Gentz im Interview mit der WirtschaftsWoche. Kreischende Frauen in der TV-Werbung und der Slogan "Schrei vor Glück" haben den Online-Modehändler Zalando bekannt gemacht.

Der Schrei sei "nicht mehr das Erkennungselement, das noch in dem Maße wie bisher zu Zalando passt und das wir über die kommenden Jahre spielen wollen." Stattdessen will sich das Unternehmen stärker auf die Produkte konzentrieren: "Mehr Mode und weniger schrille Töne", gibt Gentz die Richtung vor.

Zudem will das Unternehmen mit neuen Smartphone-Angeboten Kunden gewinnen. "Ähnlich wie es Handy-Apps gibt, die Radiosongs erkennen, arbeiten wir an einer App-Lösung, um Kleidungsstücke aus Fotos zu erkennen", sagt Gentz. So sollen Nutzer des Programms beispielsweise die Schuhe ihres Gegenübers scannen können und würden von Zalando das entsprechende Modell zum Kauf angeboten bekommen. Zusätzlich sollen die Kunden künftig exaktere Informationen zu Lieferzeiten erhalten und bei Retouren ihr Geld schneller erstattet bekommen. Der Schrei sei "nicht mehr das Erkennungselement, das noch in dem Maße wie bisher zu Zalando passt und das wir über die kommenden Jahre spielen wollen." Stattdessen will sich das Unternehmen stärker auf die Produkte konzentrieren: "Mehr Mode und weniger schrille Töne", gibt Gentz die Richtung vor.

Zudem will das Unternehmen mit neuen Smartphone-Angeboten Kunden gewinnen. "Ähnlich wie es Handy-Apps gibt, die Radiosongs erkennen, arbeiten wir an einer App-Lösung, um Kleidungsstücke aus Fotos zu erkennen", sagt Gentz. So sollen Nutzer des Programms beispielsweise die Schuhe ihres Gegenübers scannen können und würden von Zalando das entsprechende Modell zum Kauf angeboten bekommen. Zusätzlich sollen die Kunden künftig exaktere Informationen zu Lieferzeiten erhalten und bei Retouren ihr Geld schneller erstattet bekommen.

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