Otto: Handelskonzern schreibt wieder schwarze Zahlen

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Hans-Otto Schrader.

von Henryk Hielscher

Gute Nachrichten bei Otto: Nach einem verlustreichen vergangenen Jahr wird der Handelskonzern das laufende Geschäftsjahr wohl mindestens mit einer schwarzen Null abschließen. Der Umsatz steigt auf 12,5 Milliarden Euro.

Der Hamburger Handelskonzern Otto schreibt wieder Gewinne. „Unser Geschäftsjahr, das am 29. Februar endet, werden wir mindestens mit einer schwarzen Null vor Steuern abschließen“, sagte Vorstandschef Hans-Otto Schrader im Interview mit der WirtschaftsWoche. Im Vorjahr hatte das Unternehmen 125 Millionen Euro Verlust vor Steuern gemacht. Zudem wächst der Konzern wieder stärker: „Die Otto Group wird 2015/16 ein Plus von mehr als vier Prozent erreichen und den Umsatz auf rund 12,5 Milliarden Euro steigern“, sagte Schrader. Probleme der französischen Tochter 3SI Group und die anhaltende Russland-Krise hätten noch höhere Umsatzzuwächse verhindert. Bei den Kernunternehmen der Gruppe wie Otto, Bonprix oder MyToys „brummt das Geschäft“ dagegen, so Schrader. „Perspektivisch hat die Otto Group einige sehr gute Jahre vor sich“, prognostizierte er. „Wir gehen 2016/17 von einem konzernweiten Umsatzzuwachs von rund vier Prozent aus, und wir werden unser Ergebnis deutlich steigern.“ Dazu trügen die gute Beschäftigungslage in Deutschland, das niedrige Zinsniveau und die gesunkenen Energie- und Benzinkosten bei, „weil ein Teil der eingesparten Summe ausgegeben wird“.
Keine Sorgen bereiten dem Otto-Chef Hinweise auf einen eigenen Zustellservice, den der amerikanische Online-Händler Amazon für seine Pakete aufbauen will und durch den die Otto-Tochter Hermes Aufträge verlieren könnte. „Nach allem betriebswirtschaftlichen und logistischen Verständnis kann ich mir nicht vorstellen, dass Amazon in Deutschland eine autonome Paketlogistik aufbaut“, sagte Schrader. Problematisch sei vor allem das Stoßgeschäft etwa zur Oster- und Weihnachtszeit. „Wenn ein Onlinehändler diese Spitzen selbst abdecken will, wird das irrsinnig teuer. Also wird Amazon weiter die Kooperation mit starken Partnern wie Hermes suchen.“

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