Paypal, Amazon, Thomann: Die beliebtesten Marken im Online-Handel

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Paypal, Amazon, Thomann: Die beliebtesten Marken im Online-Handel

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Mehr als 12 Milliarden Euro Umsatz erwartet der Handelsverband HDE für das Weihnachtsgeschäft der Online-Händler.

von Jakob Blume

Vertrauen ist gut, Bekanntheit besser: Eine aktuelle Studie zeigt, worauf es den Deutschen bei Internet-Shops, Vergleichsportalen und Bezahldiensten ankommt – und welche Online-Marken sie besonders mögen.

Überfüllte Innenstädte, keine freien Parkplätze und lange Schlangen an den Kassen: Viele Menschen sparen sich den Stress in der Adventszeit und kaufen ihre Weihnachtsgeschenke lieber im Internet. Die Bedeutung des Online-Shoppings für das Weihnachtsgeschäft des Handels wächst kontinuierlich. Der Handelsverband HDE erwartet, dass die Deutschen 2016 Weihnachtsgeschenke für 12,3 Milliarden Euro im Internet bestellen – ein Zuwachs von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Doch wem die Auswahl in der Fußgängerzone schon zu groß ist, der dürfte im Internet verloren sein: Um die Gunst der Online-Geschenkekäufer buhlen Suchmaschinen und Online-Händler, Vergleichsportale und Zahlungsdienste.

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Sie alle können den Kunden in seiner Kaufentscheidung beeinflussen. Doch um Geld zu verdienen, müssen die Portale Nutzern bekannt sein und ihr Vertrauen genießen. Das Beratungsunternehmen Elaboratum hat analysiert, welche die bekanntesten Marken bei Deutschlands Online-Shoppern sind – und welche Web-Angebote besonders beliebt sind.

Die drei stärksten Marken im deutschen Online-Handel sind demnach Paypal, Amazon und das auf Instrumente und Musikerbedarf spezialisierte Online-Versandhaus Thomann. Ebenfalls in die Top Ten der deutschen Online-Handelsmarken schaffen es Google, Ebay und test.de, das Internet-Portal der Stiftung Warentest.

Für das Ranking haben die Autoren der Studie insgesamt 1500 Nutzer befragt. Die Teilnehmer der Online-Umfrage sollten das Image der Marken anhand von fünf Kategorien bewerten, wie Vertrauenswürdigkeit, Sympathie oder Attraktivität. Das Markenranking setzt sich aus einem Durchschnitt der Bewertungen in den fünf Kategorien zusammen.

Im Vergleich zum vergangenen Marken-Ranking aus dem Jahr 2014 konnte Paypal seine Spitzenposition halten. Größter Gewinner ist Amazon – der US-Versandriese kletterte vom 13. auf den zweiten Rang. Ebenfalls neu in die Top Ten schafft es Amazon Payments, der konzerneigene Bezahldienst und Paypal-Konkurrent.

Zu den Verlierern des Rankings zählen der Bezahldienst Sofortüberweisung und das Kaufberatungs-Portal Chip Online. Sofortüberweisung fällt in der Gunst der Online-Shopper um fünf Plätze, Chip Online fällt ganz aus den Top Ten.

Onlinemarktplatz Ebay räumt endlich auf

Ebay verabschiedet sich von "3, 2, 1, meins" und krempelt seinen Onlinemarktplatz gehörig um. Mit einer großangelegten Imagekampagne betont es das Neuwaren-Geschäft stärker und greift mit allerlei Neuerungen Amazon an.

Ebay schafft Ordnung: Das neue Konzept lädt zum stöbern ein. Quelle: Collage

Die Basis für das Vertrauen der Kunden sei eine hohe Bekanntheit, schreiben die Autoren der Studie. Viele Nutzer sind zwar bereit, auch über ihnen unbekannte Suchmaschinen und Preisvergleichsportale nach Schnäppchen zu fahnden. Doch wenn es um den Kauf selbst oder die Wahl des Bezahl-Dienstes geht, sind nur die Wenigsten zu Experimenten bereit. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde einen Online-Einkauf abbricht, sobald er mit einer unbekannten Marke konfrontiert wird, liegt demnach bei über 85 Prozent.

Die populärsten Suchmaschinen sind laut der Umfrage Google und T-Online mit einem Bekanntheitsgrad von über 98 Prozent. Bing, die Suchmaschine von Microsoft, ist dagegen weit abgeschlagen: 75 Prozent der Befragten kennen die Marke.

Unter den Test-Portalen dominieren Test.de, Chip Online und Öko-Test.

Bei den Vergleichsportalen liegen Check24 und Billiger.de vorn.

Die bekanntesten Online-Shops sind Otto, Amazon, Ebay und Zalando.

98 Prozent der Befragten haben schon von Paypal gehört. Die übrigen Bezahldienste, wie Sofortüberweisung oder Amazon Payments, kennen dagegen deutlich weniger.

Onlinehandel: So kauft der Durchschnittsdeutsche ein

  • Quelle

    Die Marketing-Plattform intelliAd hat vom 1. Januar bis zum 31. April 2016 rund 1,6 Millionen Onlinekäufe in verschiedenen Branchen untersucht und von den Ergebnissen ausgehend das durchschnittliche Onlinekauf-Verhalten in Deutschland ermittelt.

    Quelle: Customer Journey Analyse, intelliAd

  • Kaufentscheidung

    Der durchschnittliche Online-Käufer in Deutschland braucht ganze 91 Stunden, um eine Kaufentscheidung zu treffen. Vom ersten Kontakt mit einem gewünschten Artikel bis zum vollen Warenkorb vergehen also knapp vier Tage.

  • Conversion Rate

    Die Conversion-Rate beschreibt das Verhältnis zwischen Besuchern einer Webseite und getätigten Transaktionen. In deutschen Onlineshops liegt sie bei durchschnittlich 3,2 Prozent.

  • Einkaufshöhe

    Wenn Käufer sich dann erst einmal für einen oder mehreren Artikel entschieden haben, geben sie im Schnitt 72 Euro aus.

  • Klicks

    Bis sich Nutzer für den Kauf einer Ware entscheiden, tätigen sie rund 3,6 Klicks im Online-Shop.

Die Autoren der Studie haben zudem Bekanntheit und Beliebtheit einer Marke in Beziehung zueinander gesetzt. So identifizieren sie „Superstars“, die in beiden Kategorien sehr gut abschneiden. Dazu zählen auch die Ranking-Sieger Paypal und Amazon.

Das Musik-Versandhaus Thomann ist dagegen ein „Hidden Champion“. Nur wenige Befragte kennen den Händler, doch von diesen erhält Thomann hervorragende Bewertungen. Unternehmen mit einem hohen Bekanntheitsgrad, aber unterdurchschnittlicher Beliebtheit nennen die Autoren „ungeliebte Riesen“. Dazu zählen laut der Erhebung Zalando und Check24.

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