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Pharmabranche: Fresenius bleibt Alleinanbieter von Propofol

Quelle: Handelsblatt Online

Der Gesundheitskonzern Fresenius steckt sich erneut höhere Ziele. Das Unternehmen bleibt länger als angenommen alleiniger Anbieter des Narkosemittels Propofol und will deshalb seine Jahresprognose überprüfen.

Der Gesundheitskonzern will hoch hinaus und prüft abermals seine Jahresprognose. Quelle: dapd
Der Gesundheitskonzern will hoch hinaus und prüft abermals seine Jahresprognose. Quelle: dapd

FrankfurtDer Gesundheitskonzern Fresenius prüft eine abermalige Erhöhung seiner Jahresprognose. Wegen Problemen des Konkurrenten Hospira bleibt Fresenius länger als bisher angenommen alleiniger Anbieter des Narkosemittels Propofol in den USA. "Es könnte sein, dass wir unsere Prognose bereits vor den nächsten Quartalszahlen anpassen, wenn wir ein genaueres Bild über die positiven Auswirkungen auf Fresenius Kabi haben", sagte ein Fresenius-Sprecher am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir sind derzeit dabei, diese neue Situation zu bewerten." Es wäre das dritte Mal in diesem Jahr, das Fresenius sich höhere Ziele steckt.

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Die Fresenius-Sparte Kabi, die auf intravenös verabreichte Nachahmermedikamente spezialisiert ist, hat in Amerika bereits seit März ein Monopol auf Propofol, das dort über 50 Millionen Mal pro Jahr verabreicht wird. Bisher war der hessische Konzern davon ausgegangen, dass Hospira im August wieder mit der Lieferung von Propofol beginnt - darauf basiert auch die derzeitige Prognose des Dax-Konzerns. Hospira-Chef Michael Ball erklärte am Mittwochabend deutscher Zeit in einer Telefonkonferenz allerdings, dass sein Konzern Propofol erst wieder ab dem vierten Quartal liefern wird.

Fresenius hatte seine Prognose bereits im April und im Juni angehoben - beim zweiten Mal unter anderem wegen Lieferproblemen des Konkurrenten Hospira. Derzeit geht der Dax-Konzern davon aus, dass der Gewinn im Gesamtjahr um 14 bis 16 Prozent steigen wird und der Umsatz um zwölf bis 14 Prozent.

Der US-Konzern und Fresenius sind nach dem Ausstieg von Teva die einzigen Produzenten von Propofol für den weltgrößten Gesundheitsmarkt Amerika. Das Mittel war 2009 beim Tod von Michael Jackson in die Schlagzeilen geraten - der Popstar starb vermutlich an einer Überdosis von Beruhigungsmitteln und Propofol.
Die Fresenius-Aktie baute infolge der Aussichten auf eine Prognoseerhöhung ihre Gewinne leicht aus und lag 1,4 Prozent im Plus.

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