Preisdruck: Amazon zofft sich jetzt auch mit Disney

Preisdruck: Amazon zofft sich jetzt auch mit Disney

Der Streit mit Amazon geht weiter: Nun ist auch Disney betroffen. Neue DVDs wie "Maleficent" waren in den USA nicht vorbestellbar. Amazon will so die Preise drücken.

Der weltgrößte Online-Händler Amazon setzt jetzt auch den Unterhaltungsriesen Disney unter Druck. Am Wochenende waren anstehende Video-Neuerscheinungen wie der zweite „Captain America“-Film, „Maleficient“ und der jüngste „Muppets“-Streifen in den USA nicht auf DVD oder Blu-ray vorbestellbar. Derzeit können die Disney-Filme nur für den Amazon-Streamingdienst Instant Prime Video vorbestellt werden. Eine Reaktion von Disney lag zunächst nicht vor.

Diese Methode hatte Amazon bereits bei Videofilmen von Time Warner und Büchern des Verlags Hachette eingesetzt. Amazon will so Druck in Verhandlungen über neue Vertriebsdeals aufbauen.

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Während die Gespräche mit Time Warner binnen weniger Wochen abgeschlossen wurden, spitzt sich der schon seit Monaten schwelende Streit mit dem US-Verlag Hachette immer weiter zu.

Jeff Bezos Die irren Ideen des Amazon-Gurus

Gründer und CEO Jeff Bezos sieht seinen Internet-Giganten Amazon längst als einen gigantischen Lotteriegewinn. Der Multimilliardär kann so seine exotischen und utopischen High-Tech-Projekte finanzieren.

Quelle: Getty Images

Mehr als 900 Autoren protestierten am Wochenende mit einem offenen Brief gegen die Druck-Methoden des Versandhändlers. Die Schriftsteller, darunter berühmte Autoren wie Stephen King oder John Grisham, verurteilten das Vorgehen von Amazon im Streit um E-Book-Preise scharf. „Weder Leser noch Autoren profitieren davon, dass Bücher als Geiseln genommen werden“, schrieben sie. Zugleich betonten die Autoren, dass sie in dem eigentlichen Streit zwischen Amazon und Hachette keine Partei ergreifen wollten.

Unter den Unterzeichnern des von Bestseller-Autor Douglas Preston verfassten Protestbriefs finden sich auch weitere bekannte Literaten wie David Baldacci, Lincoln Child oder Suzanne Collins. Sie riefen die Leser auf, Amazon-Chef Jeff Bezos per E-Mail die Meinung zu sagen. Amazon verstoße gegen sein eigenes Versprechen, vor allem an die Kunden zu denken, indem der Konflikt mit Hachette auf dem Rücken der Leser ausgetragen werde.

Streit mit den Buchverlagen 909 Autoren prangern Amazon an

Amazon hat sich in der Buchbranche unbeliebt gemacht, sich mit Händlern und Verlagen anlegt. Nun begehren auch die Autoren auf. 909 US-Schriftsteller prangern Amazon in einem offenen Brief an.

Amazon sieht sich der Kritik von Buchautoren ausgesetzt. Quelle: dpa

Amazon bekräftigte als Reaktion die Forderung nach niedrigeren E-Book-Preisen und verteidigte zugleich seine Verhandlungsmethoden. Der Verlag Hachette habe in den Verhandlungen drei Monate lang gemauert und sich erst zähneknirschend mit den Amazon-Argumenten auseinandergesetzt, „als wir Maßnahmen ergriffen, den Verkauf ihrer Titel in unserem Store zu reduzieren“.

Diese Erklärung in einem offenen Brief des „Amazon Buchteams“ an die Leser war auch das erste öffentliche Eingeständnis solcher Druckmittel. Gedruckte Bücher von Hachette hatten in den USA zum Teil sehr lange Lieferzeiten gehabt. Amazon empfahl Lesern, in der Zwischenzeit Titel anderer Verlage zu kaufen.

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