Quartalszahlen: Nestle wächst vorerst langsamer

Quartalszahlen: Nestle wächst vorerst langsamer

Der Nahrungsmittelkonzern Nestle hat in den ersten drei Monaten 2014 weniger stark zugelegt als im Jahr zuvor. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem die späten Osterfeiertage und die Kältewelle in Nordamerika.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestle ist in den ersten drei Monaten des Jahres langsamer in Fahrt gekommen als 2013. Die späten Osterfeiertage und die Kältewelle in Nordamerika dämpften bei dem Weltmarktführer die Nachfrage nach Kaffee, Eiscreme, Mineralwasser und Süßigkeiten. Das organische Wachstum, das Devisenkurse und Übernahmen nicht berücksichtigt, sank auf 4,2 Prozent nach 4,3 Prozent im Vorjahreszeitraum zuvor und 4,6 Prozent im gesamten vergangenen Jahr, wie Nestle am Dienstag mitteilte. Zusätzlich als Bremse wirkte der starke Franken. Insgesamt sank der Umsatz um 5,1 Prozent auf 20,8 Milliarden Franken (17 Mrd Euro).

Über das ganzen Jahr will Nestle das organische Wachstum auf "um fünf Prozent" hochschrauben. "Die Leistung wird in der zweiten Jahreshälfte stärker ausfallen und den Markt übertreffen", erklärte Konzernchef Paul Bulcke. Die Schweizer erwarten aber auch, dass der starke Franken weiterhin einen negativen Einfluss auf den Umsatz haben werde.

Das Wachstum beim Weltmarktführer kommt überwiegend aus aufstrebenden Ländern. Dort fiel das organische Wachstum mit 8,5 Prozent etwas höher aus als im Vorjahr. In den Industrieländern schaffte Nestle nur 0,6 Prozent. Das lag unter anderem daran, dass der Markt in Nordamerika nach Nestle-Angaben gedämpft blieb und sich das raue Wetter auswirkte. In Europa musste Nestle bei den Preisen Zugeständnisse machen. Aber auch anderswo tat sich das Unternehmen mit Preiserhöhungen schwer.

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"Unser organisches Wachstum in den ersten drei Monaten des Jahres entsprach den Erwartungen und war eher vom Volumen als von Preisen getrieben", erklärte der Konzernchef. In der Region Asien, Ozeanien, Afrika kam der Konzern auf ein organisches Plus von 5,3 Prozent. Analysten hatten mit einem Umsatz von 21,46 Milliarden Franken gerechnet. Viele Experten hätten den Einfluss der Wechselkursentwicklung auf den Umsatz wohl unterschätzt, erklärte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy.

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