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Radeberger: "Unsere Marken fristen kein Nischendasein"

Der neue Eigentümer des Kultgetränks Bionade möchte den Vertrieb ausbauen, sagt Albert Christmann, 48, Sprecher der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe in Frankfurt.

Quelle: dpa
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Radeberger hat den Bionade-Gründern die verbliebenen 30 Prozent an ihrem Unternehmen abgekauft. Warum stecken Sie erneut Millionen Euro in eine Marke, die ihren Zenit offenbar überschritten hat?

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Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben – und ihn schon gar nicht zu schnell ins falsche Licht rücken.

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Wie wollen Sie denn den Niedergang der Marke stoppen?

Der Abwärtstrend ist bereits im letzten Jahr gestoppt worden – hauptsächlich durch den Ausbau der Distribution im Lebensmitteleinzelhandel, die Einführung eines 4er-Packs und nicht zuletzt durch die nationale Kommunikation. Diesen Weg gehen wir nun einfach konsequent Schritt für Schritt weiter.

Deutschlands Kult-Limonaden

Bionade

„Das weltweit einzigartige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das rein biologisch hergestellt“ ist, rühmt sich Bionade selbst. Die Biobrause, die wie Bier gebraut wird, wurde 1995 im bayerischen Ostheim vom Diplom-Braumeister Dieter Leipold entwickelt. Alle Zutaten versichert die Bionade GmbH sind biologisch abbaubar.

Bionade entwickelte sich schlagartig zum Kultgetränk: 2002 verkaufte das Unternehmen nur zwei Millionen Flaschen, fünf Jahre später waren es dann schon 200 Millionen. Dann brach der Umsatz 2008 ein. Nachdem zunächst die Familien Kowalsky und Leipold das Unternehmen gemeinsam führten, wurde dann der Mineralwasser-Hersteller Rhön-Sprudel mit 70 Prozent Mehrheitseigner. 2009 übernahm die Oetker-Tochter Radeberger diese Anteile. 2012 soll die Biobrause komplett in den Besitz von Radeberger übergehen.

Quelle: dpa

Droht Bionade nun als winzige Kultmarke ein Nischendasein im Radeberger-Reich?

Bionade befindet sich vom Umsatz her und mit 150 Mitarbeitern bei Radeberger in bester Gesellschaft. Dann müssten Sie ja auch andere Marken aus unserem Portfolio, etwa Selters, als „winzige Kultmarken“ bezeichnen, die ein „Nischendasein“ fristeten. Gerade das tun wir aber nicht, sondern freuen uns, sie zu haben. Wenn sich Bionade 2012 so weiter entwickelt wie in den letzten Monaten des vergangenen Jahres, dann würden wir uns sehr freuen. Da ging es nämlich aufwärts.

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