Random House: Pearson will aussteigen

Random House: Pearson will aussteigen

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Der britische Bildungsverlag Pearson will sich von seinem Anteil an der weltgrößten Buchverlagsgruppe Penguin Random House trennen.

Die Verlagsgruppe Penguin Random House veröffentlicht Tausende neue Bücher im Jahr. Jetzt will ein Geschäftspartner aussteigen - zur Freude des Gütersloher Konzerns Bertelsmann

Der britische Bildungsverlag Pearson will sich von seinem Anteil an der weltgrößten Buchverlagsgruppe Penguin Random House trennen. Das teilte der unter Spardruck leidende Konzern am Mittwoch in London mit. Bertelsmann hält derzeit mit 53 Prozent die restlichen Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen. Die Gütersloher zeigten sich für eine Aufstockung ihres Anteils offen, wenn die wirtschaftlichen Konditionen angemessen seien.

„Das Buchverlagsgeschäft ist für Bertelsmann seit mehr als 180 Jahren identitätsstiftend, es ist unser ältestes Kerngeschäft“, sagte Bertelsmann-Chef Thomas Rabe laut Mitteilung.

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2013 hatten Bertelsmann und Pearson ihre Buchgeschäfte Random House und Penguin zu einer neuen Gesellschaft zusammengelegt. Die Gütersloher hielten dabei von Anfang an die Mehrheit von 53 Prozent und stellten mit Thomas Dohle den Vorstandsvorsitzenden. Die damalige Vereinbarung sah ab dem 1. Januar 2017 eine Ausstiegsoption für Pearson vor. Bertelsmann hatte von Anfang an Interesse an einem Teil der Pearson-Anteile gezeigt. Die vollständige Übernahme steht derzeit nach Informationen aus Verlagskreisen aber nicht zur Diskussion.

Quartalszahlen Bertelsmann meldet Gewinnsprung

Das Gütersloher Unternehmen Bertelsmann meldet gute Zahlen. Nach neun Monaten des Jahres 2016 freut sich Vorstandschef Rabe über einen Gewinnsprung. Antreiber bleibt, trotz schwächender Werbeumsätze, das Fernsehgeschäft.

Vorstandschef Thomas Rabe darf sich über einen Gewinnsprung freuen. Quelle: dpa

Autoren von Penguin Random House mit Sitz in New York sind etwa John Grisham, Ken Follet und Paula Hawkins. Zu der Gruppe gehören laut Bertelsmann rund 250 redaktionell unabhängige Einzelverlage, die jährlich mehr als 15 000 neue Bücher veröffentlichen. 2015 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro. Die Verlagsgruppe Random House in Deutschland ist nicht Bestandteil, sie gehört bereits vollständig zum Bertelsmann-Konzern, der 2015 mit 117 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 17,1 Milliarden Euro erzielte.

In einem Interview im Bertelsmann-Intranet betont Rabe, dass New York weiterhin die Zentrale des weltweiten Buchgeschäftes bleiben werde. „Und wir werden alles tun, um dieses Geschäft zu weiterem Wachstum zu führen - das gilt in jeder nur denkbaren neuen Gesellschafterstruktur“, schrieb er an die Mitarbeiter. Mit einer Aufstockung könnte Bertelsmann laut Rabe nicht nur das Inhaltegeschäft stärken, sondern auch die Präsenz in den USA - dem für Bertelsmann zweitgrößten Markt - erhöhen.

Musikkonzern BMG Bertelsmanns Musiksparte nimmt Robin Schulz unter Vertrag

Der Musikkonzern BMG, der zum Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann gehört, hat künftig auch DJ Robin Schulz unter Vertrag.

BMG-Vorstandschef Hartwig Masuch. Quelle: Bertelsmann AG

Zu Bertelsmann mit Sitz in Ostwestfalen zählen neben dem Buchverlagsgeschäft Europas größte Fernsehgruppe RTL, der Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, der Dienstleister Arvato sowie eine Musikrechte-, Bildungs- und Investitions-Gruppe.

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