Reckitt Benckiser: Konsumgüterriese kauft US-Babynahrungskonzern

Reckitt Benckiser: Konsumgüterriese kauft US-Babynahrungskonzern

, aktualisiert 10. Februar 2017, 08:39 Uhr
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Mit der Übernahme stößt Reckitt Benckiser in ein völlig neues Geschäftsfeld vor.

Quelle:Handelsblatt Online

Reckitt Benckiser stößt in ein neues Geschäftsfeld vor und übernimmt in einem milliardenschweren Deal den Babynahrungshersteller Mead Johnson. Der britische Konsumgüterriese zahlt dabei rund 16,6 Milliarden Dollar.

LondonDer britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser schluckt für rund 16,6 Milliarden Dollar einen amerikanischen Hersteller von Babynahrung. Die Übernahme des US-Unternehmens Mead Johnson Nutrition solle im dritten Quartal 2017 abgeschlossen werden, teilte Reckitt am Freitag mit.

Das Gesamtvolumen des Geschäfts liege einschließlich der von Mead übernommenen Schulden bei 17,9 Milliarden Dollar. Dem Zukauf müssen noch die Aktionäre und die Aufsichtsbehörden zustimmen, erklärte Reckitt.

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Mit Mead Johnson stärkt der Hersteller von Produkten wie Sagrotan, Nurofen-Fiebersaft oder Durex-Kondomen nicht nur seine Präsenz in Asien, sondern stößt mit Säuglingsnahrung auch in ein völlig neues Geschäftsfeld vor. Auch der französische Danone-Konzern und Nestlé galten als potenzielle Käufer für das Unternehmen. Mead Johnson wurde 2009 vom US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb abgespalten und gilt seitdem wegen seiner starken Präsenz in den stark wachsenden Märkten Asien und Lateinamerika als Übernahmeziel.

Mead Johnson ist in den USA bekannt für seine Säuglingsnahrungsmarke Enfamil. Das Unternehmen, das den meisten Umsatz inzwischen in Asien macht, setzte 2016 gut 3,7 Milliarden Dollar um. Reckitt kam 2015 auf einen Umsatz von knapp 8,9 Milliarden Pfund.

An Reckitt Benckiser ist die deutsche Industriellenfamilie Reimann – eine der reichsten Familien in Deutschland – mit einem Minderheitsanteil beteiligt. Ihr Vermögen geht auf den Ludwigshafener Spezialchemiekonzern Benckiser und dessen Fusion 1999 mit der britischen Reckitt zurück.

Quelle:  Handelsblatt Online
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