Richemont: Schwaches Uhrengeschäft belastet Luxuskonzern

Richemont: Schwaches Uhrengeschäft belastet Luxuskonzern

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Eine Uhr von Cartier, eine der Marken, die zum Luxuskonzern Richemont gehört.

Richemont kann zwar seinen Umsatz und seinen Gewinn steigern - der Luxusgüterhersteller hat aber weiter mit einer schwachen Nachfrage in Hongkong und Macao zu kämpfen. Die Aktionäre sind enttäuscht.

Die verhaltene Nachfrage nach Edeluhren in Asien macht den Luxusgüterhersteller Richemont vorsichtig. In Hongkong und Macao greife die zahlungskräftige Kundschaft weniger oft zu hochpreisigen Luxusuhren, teilte das Unternehmen mit Marken wie Cartier, Piaget oder IWC mit.

Das habe sich auch zu Beginn des zweiten Halbjahres gezeigt: Im Oktober schrumpften die Umsätze währungsbereinigt um sechs Prozent. An der Börse trennten sich die Anleger scharenweise von ihren Richemont-Papieren. Die Aktie verlor acht Prozent an Wert. Die Titel von Konkurrent Swatch sackten in der Folge knapp sechs Prozent ab.

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Vor allem im Großhandelsgeschäft mit hochwertigen Zeitmessern bekommt Richemont die kriselnde Nachfrage in Asien zu spüren. Dort hatte das schwächere Wirtschaftswachstum und die jüngsten Börsenturbulenzen in China die zuletzt ohnehin verhaltene Nachfrage der Kunden gedämpft. Von April bis Ende September gingen die Umsätze in der wichtigsten Absatzregion um drei Prozent zurück.

Doch dank starker Zuwächse im Schmuckgeschäft - vor allem mit Touristen in Europa - stieg der Konzernumsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres um 15 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um knapp ein Fünftel auf 1,1 Milliarden Euro - etwas weniger als von Analysten erwartet. Den Aktionären stellte Richemont eine höhere Dividende nach zuletzt 1,60 Franken je Aktie in Aussicht.

Auch andere Luxusgüterkonzerne bekommen die schleppenden Geschäfte in China und Hongkong zu spüren. Die verhaltene Nachfrage der ansonsten zahlungskräftigen asiatischen Kundschaft hatte bereits den Absatz von Konkurrenten wie Burberry oder Hugo Boss gedrückt.

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Für Verunsicherung bei den Anlegern dürfte auch der überraschende Chefwechsel bei der Schmuckmarke Cartier gesorgt haben. Stanislas de Quercize trete aus persönlichen Gründen per sofort zurück, erklärte die Firma. Sein Nachfolger wird der Japan-Chef des Konkurrenten LVMH Cyrille Vigneron ab Anfang 2016. Vigneron war bereits von 1988 bis 2013 für Richemont tätig.

In der zweiten Jahreshälfte profitiert das Unternehmen jedoch auch von einem positiven Sondereffekt: Aus dem Zusammenschluss der Online-Tochter Net-A-Porter mit der italienischen Yoox erwartet der Konzern einen Buchgewinn von rund 620 Millionen Euro. Aus der Fusion der beiden Unternehmen soll ein führendes Online-Luxus-Modehaus entstehen.

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