RWI-Schätzung: Konsum wächst 2015 um 2,6 Prozent

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Die Konsum-Prognose für das kommende Jahr des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) ist ein Anstieg im Vergleich zu 2014.

von Bert Losse

Der private Konsum wird nach Einschätzung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in diesem Jahr noch stärker steigen als 2014.

„Das RWI prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg des privaten Konsums von 2,6 Prozent – das wären 1,4 Prozentpunkte mehr als 2014“, sagte RWI-Konjunkturchef Roland Döhm der WirtschaftsWoche. Hauptgründe für das anhaltend gute Konsumklima seien die steigenden Beschäftigtenzahlen und hohen Lohnabschlüsse. „Die Lohnerhöhungen dürften in diesem und in den kommenden Jahren kräftig ausfallen.“ Gefahren, dass der Konsum einbricht, sieht der Konjunkturforscher nicht. „Ich sehe derzeit keine belastenden Faktoren, sofern es zu keinen externen Schocks wie einem Anstieg des Ölpreises kommt.“

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Wirtschaftsweise Wachstumsprognose für 2015 deutlich angehoben

Die fünf Wirtschaftsweisen haben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich angehoben. Demnach erwartet der Sachverständigenrat in Deutschland ein Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent.

Die Wirtschaftsweisen haben ihre Wachstumsprognose nach oben korrigiert. Quelle: dpa

Anders als Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sieht Döhrn allerdings keine positiven Auswirkungen auf den Konsum durch den gesetzlichen Mindestlohn. „Der Konsumeffekt durch den Mindestlohn ist, wenn überhaupt, nur kurzfristig. Langfristig sind die Auswirkungen auf den privaten Verbrauch eher negativ“, sagt Döhm. „Erstens gehen durch den Mindestlohn mittel- und langfristig Jobs verloren. Zweitens wird ein Teil der zusätzlichen Einkommen über steigende Preise neutralisiert. Und drittens darf man nicht vergessen, dass der Mindestlohn am stärksten kleine Dienstleistungsbetriebe belastet.“ In diesen Betrieben würden steigende Löhne die Gewinne und damit die Einkommen der Inhaber senken. Döhrn: „Das schlägt irgendwann auf die Nachfrage durch. Auch der Friseur oder der Kneipenbesitzer ist schließlich ein Konsument.“

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