Ryanair-Chef O'Leary: Lufthansa „sollte kein Luftfahrt-Monster werden“

Ryanair-Chef O'Leary: Lufthansa „sollte kein Luftfahrt-Monster werden“

, aktualisiert 14. September 2017, 15:04 Uhr
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Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) nannte der Ryanair-Chef „Mad Mike“, weil dieser sich für Lufthansa stark macht.

Quelle:Handelsblatt Online

Michael O'Leary warnt vor einem Lufthansa-Monopol, sollte der Konzern Air Berlin übernehmen. Der Ryanair-Chef kritisiert Berlins Bürgermeister – und spricht sich erneut dafür aus, den Betrieb in Tegel aufrechtzuerhalten.

BerlinVor dem Ende der Bieterfrist für die insolvente Air Berlin warnt der Konkurrent Ryanair vor einem Zuschlag für den deutschen Marktführer Lufthansa. „Lufthansa ist ein Luftfahrt-Champion, aber sie sollte kein Luftfahrt-Monster werden“, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Donnerstag in Berlin. Mit einer Übernahme der zweitgrößten Fluggesellschaft Air Berlin werde Lufthansa den deutschen Markt dominieren, die Folge seien höhere Ticketpreise.

O'Leary sieht die Insolvenz von Air Berlin verbunden mit einem staatlichen Übergangskredit als abgekartetes Spiel zugunsten der Lufthansa. Konzernchef Carsten Spohr und Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann hätten den Prozess gemeinsam eingeleitet – „Carsten und sein Minion“ (Gehilfe), wie O'Leary sagte. Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) nannte der Ryanair-Chef „Mad Mike“, weil dieser sich für Lufthansa stark macht.

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Ryanair kündigte an, im nächsten Sommer die Zahl der Verbindungen in Berlin-Schönefeld um drei auf 46 zu erhöhen. Mehr sei nicht möglich, sagte O'Leary, der neun Maschinen in Schönefeld stationiert hat. „Wir würden gerne fünf oder sechs weitere Flugzeuge nach Schönefeld bringen, aber der Flughafen ist voll.“ O'Leary rief die Berliner daher erneut auf, sich beim Volksentscheid am 24. September dafür auszusprechen, dass der Flughafen Tegel in Betrieb bleibt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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