SCA verkauft Hygienesparte: 21 Milliarden Euro für Zewa und Tempo?

SCA verkauft Hygienesparte: 21 Milliarden Euro für Zewa und Tempo?

, aktualisiert 13. April 2017, 18:05 Uhr
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Der schwedische Konzern hat vergangene Woche formell beschlossen, die Hygienesparte abzuspalten, zu der auch die Marke Tempo zählt.

Quelle:Handelsblatt Online

Der schwedische Konzern SCA will seine Hygienesparte unter dem Namen Essity an die Börse bringen und sich ganz auf das Geschäft mit Holzprodukten konzentrieren. Angeblich ist das Interesse bei Finanzinvestoren groß.

StockholmMehrere Finanzinvestoren wollen einem Medienbericht zufolge einen Großteil des Zewa-Herstellers SCA für umgerechnet knapp 21 Milliarden Euro übernehmen. Im Gespräch sei der Kauf der Hygienesparte, die auch Papiertaschentücher der Marke Tempo herstellt, berichtete die schwedische Zeitung „Dagens Nyheter“ unter Berufung auf ungenannte Quellen. Der Aktienkurs des Stockholmer Konzerns legte am Donnerstag um bis zu 9,8 Prozent zu und erreichte ein Rekordhoch. SCA äußerte sich nicht.

„Dagens Nyheter“ zufolge gaben mindestens zwei internationale Finanzinvestoren vor mehreren Wochen gemeinsam ein Angebot über 200 Milliarden Kronen ab. Unklar ist, ob darin auch Verbindlichkeiten enthalten sind. Per Ende 2016 hatte SCA langfristige Schulden von 31 Milliarden Kronen. Handelsbanken-Analyst Karri Rinta sagte, 200 Milliarden Kronen wäre ein guter Preis für SCA. Sollten Verbindlichkeiten darin enthalten sein, wäre die Offerte für Aktionäre aber „ziemlich uninteressant“.

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SCA hatte in der vergangenen Woche formell beschlossen, die Hygienesparte abzuspalten und noch in diesem Jahr unter dem Namen Essity an die Börse zu bringen. Der Firmenteil steuert 86 Prozent der Umsätze bei. Das verbliebene Geschäft mit Holzprodukten soll den Namen SCA behalten. Der Konzern ist mit 2,6 Millionen Hektar nach eigenen Angaben der größte private Waldbesitzer Europas. Dies entspricht einer Fläche, die größer als Mecklenburg-Vorpommern ist.

SCA hatte bereits im Dezember bekanntgegeben, für 2,74 Milliarden Euro den deutschen Leukoplast-Pflasterhersteller BSN Medical zu übernehmen. Die Tochter soll ebenfalls in der abgespaltenen Firma Essity aufgehen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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