Schlechte Ernte: Sekt wird nächstes Jahr teurer

Schlechte Ernte: Sekt wird nächstes Jahr teurer

Den Sekt zu Silvester sollten wir wohl nochmal genießen, denn die schmale Ernte der EU-Winzer bereitet den deutschen Sektkellereien Sorge. 2013 wird voraussichtlich der Grundwein für die prickelnde Spezialität teurer.

Sektliebhaber müssen sich im kommenden Jahr auf Preiserhöhungen einstellen. Die Kellereien litten unter den EU-weit steigenden Preisen für Grundwein, aus dem Sekt hergestellt wird, sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Sektkellereien, Ralf Peter Müller, der dpa in Wiesbaden. „Kleine Ernten treiben die Preise nach oben.“ Schon 2012 hätten einige Unternehmen die Preise erhöht, sagte Müller. In deutschen Kellereien wird Grundwein unter anderem aus Frankreich, Italien und Spanien verarbeitet.

Kleines Champagner-Lexikon

  • Was ist der Unterschied zwischen Sekt und Champagner?

    Sekt und Champagner sind beide Schaumweine. Schaumweine sind weinhältige Getränke in Flaschen, die aufgrund des enthaltenen Kohlendioxids unter Druck stehen. Die französische Bezeichnung „Champagne“ ist markenrechtlich geschützt. Champagner darf sich nur nennen, wer in der französischen Region Champagne nach der "Méthode traditionnelle" oder "Méthode champenoise" hergestellt wurde. Andere Schaumweine müssen nach deutschem Recht je nach Herstellung und Herkunftsland, als Sekt bezeichnet werden. In beiden Fällen gärt der Wein in der Flasche.

  • Was ist der Grundstoff für Champagner?

    Der Grundstoff für die unterschiedlichen Champagner sind fast ausschließlich die folgenden drei Rebsorten: Die roten Rebsorten Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Müllerrebe oder Schwarzriesling) sowie die weiße Rebsorte Chardonnay.

  • Wem gehören die großen Champagner-Marken?

    Die bekannten Marken Moët & Chandon, Veuve Clicquot, Krug, Ruinart und Mercier gehören alle zum LVMH-Konzern. LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton hält die Mehreheitsrechte an mehr als 60 verschiedenen Luxusmarken. Der Konzern ist mit 62,2 Millionen Flaschen der größte Einzelerzeuger von Champagner. Daneben gibt es noch ein Reihe kleinerer börsennotierter Handelshäuser wie Laurent-Perrier, Boizel Chanoine und Vranken-Pommery.

  • Welche Schaumweinsorten gibt es noch?

    In Deutschland und Österreich spricht man vom Sekt oder Winzersekt, wenn er direkt vom Erzeuger abgefüllt wird. In Frankreich gibt es Champagner aus der Region Champagne - und Crémant, wenn der Schaumwein nicht aus der Champagne stammt. Spumante ist die Bezeichnung für Schaumwein in Italien. Bekannt ist vor allem Prosecco, den man aus der gleichnamigen weißen Rebsorte gewinnt und aus der Weinbauregion Veneto kommt. Der spanische Cava ist ein Qualitäts-Schaumwein, für den es vergleichbare Anforderungen gibt wie für den Champagner. In der Ukraine wird Krimsekt im Flaschengärverfahren aus weißen oder roten Rebsorten hergestellt.


Während deutsche Winzer 2012 eine Erntemenge nur knapp unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre einfahren konnten, waren die Erträge in vielen anderen Ländern der Europäischen Union deutlich schmaler. „Die aktuelle Schätzung der Kommission für die EU-Weinerzeugung für 2012 liegt bei 145 Millionen Hektoliter“, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin mit. Insgesamt werde mengenmäßig die mit Abstand kleinste Ernte seit dem EU-Beitritt von Spanien und Portugal im Jahr 1986 erwartet.

Die deutschen Sekthersteller konnten sich 2012 über gute Geschäfte freuen. „Das Jahr wird mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer schwarzen Null enden“, sagte Müller. Die Kellereien schauten grundsätzlich optimistisch in die Zukunft. „Die konjunkturellen Bedingungen sind ja derzeit recht positiv und da gibt es die ein oder andere Gelegenheit, wo man auch mal anstößt“, sagte Müller.

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