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Schlecker: 12.000 Mitarbeiter müssen gehen

Bei der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker werden 2400 Filialen geschlossen, fast 12.000 Mitarbeiter verliren ihren Arbeitsplatz. Der Name Schlecker soll überleben.

Von den zuletzt noch mehr als 5000 Schlecker-Filialen sollen etwa 3000 bleiben. Insgesamt sollen lediglich rund 13 500 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Quelle: dpa
Von den zuletzt noch mehr als 5000 Schlecker-Filialen sollen etwa 3000 bleiben. Insgesamt sollen lediglich rund 13 500 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Quelle: dpa

Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz sagte am Mittwoch in Frankfurt, es könnten nur rund 13.500 Arbeitsplätze der 25.000 in Deutschland erhalten werden. Von den zuletzt 5400 Filialen sollen etwa 3000 bleiben. „Wenn diese tiefen Einschnitte nicht passieren, hat Schlecker keine Überlebenschance“, sagte Geiwitz. Die Analyse von Schlecker habe dramatische Ergebnisse gebracht. „Viele Probleme sind zu spät angegangen worden“, kritisierte er die Unternehmensführung um Firmengründer Anton Schlecker. „Schlecker hat zu lange auf Stärke durch Größe gesetzt.“

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huGO-BildID: 25297267 ARCHIV - Der Schriftzug Schlecker steht am 22.01.2012 im Fenster einer Filiale des Drogeriekonzerns in Düsseldorf. Der Betriebsrat der insolventen Drogeriekette Schlecker fordert Staatshilfen zur Rettung des Unternehmens. Foto: Martin Gerten dpa (zu dpa 1435 vom 23.02.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa
huGO-BildID: 25297267 ARCHIV - Der Schriftzug Schlecker steht am 22.01.2012 im Fenster einer Filiale des Drogeriekonzerns in Düsseldorf. Der Betriebsrat der insolventen Drogeriekette Schlecker fordert Staatshilfen zur Rettung des Unternehmens. Foto: Martin Gerten dpa (zu dpa 1435 vom 23.02.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen jeweils zweistellige Millionenverluste erlitten und drastische Umsatzeinbrüche hinnehmen müssen. In der Spitze hatte die Kette mehr als 10.000 Läden, weit mehr als 1000 wurden im vergangenen Jahr schon geschlossen.

Spanien und Portugal

Das spanische Einzelhandelsunternehmen Dia will die insgesamt gut 1150 Filialen des einstigen Drogeriegiganten sowie die rund 4000 Mitarbeiter in Spanien und Portugal übernehmen. Teil des Geschäfts sind zudem der komplette Warenbestand und mehrere Logistikzentren. Der Kaufvertrag ist laut Schlecker-Insolvenzverwaltung bereits unterzeichnet. Der Käufer wird nach eigenen Angaben bis zu 70,5 Millionen Euro für die Schlecker-Firmen bezahlen. Es stehe noch die Zustimmung der europäischen Wettbewerbshüter aus; sie werde im April 2013 erwartet. „Der Verkauf von Schlecker Spanien an Dia ist eine sehr gute Sache für beide Seiten“, teilte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mit.

Das Spanien-Geschäft Schleckers ist die erfolgreichste Auslandsfirma des Konzerns. 2011 erzielte sie einen Nettoumsatz von 320 Millionen Euro. Daher will Schlecker Spain trotz der Pleite der deutschen Konzernmutter weiter expandieren. Bis 2014 sollen 62 neue Läden eröffnen.

Bild: dapd

Es sei zu lange versäumt worden, das Konzept und die Läden zu modernisieren, bilanzierte Geiwitz. Schlecker schreibe seit 2006 Verluste, allein 2011 seien es 200 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz sei zuletzt unter vier Milliarden Euro eingebrochen.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 01.03.2012, 18:44 UhrKarl.Gutheim

    Stimme völlig zu. Schließlich sind uns die Gewerkschaften mit ihrer Lohn- und Gehalts-Zurückhaltungspolitik schon seit Jahren auf die Nerven gegangen. Wenig Kaufkraftzuwachs, dafür aber andere unsinnige Forderungen, damit man mit einem "Volumen" protzen kann. Wie krank ist das? Aber dafür sitzen Herr Sommer im Bundestag, Herr Mai ist Arbeitsdirektor bei Fraport etc. Die Gewerkschaftsfürsten wissen schon für sich ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Und dafür einen Beitrag von einem Prozent vom Bruttoeinkommen zu verlangen - abenteuerlich. Aber es geht ja. In dieser Wulff und Guttenberg-Republik. Alle vom Stamme Nimm. Wage mir noch einmal jemand zu sagen, "wir" hätten in den vergangenen Jahren über "unsere" Verhältnisse gelebt.

  • 01.03.2012, 10:44 Uhrkaielves

    Garkein Problem!

    Die Mitarbeiter haben schliesslich all die Jahre vom Super-EURO profitiert und sich sicherlich so wie jeder andere auch ein paar Hunderttausend auf die Seite gepackt...ach nicht? Ja selber Schuld!

    Beim größten Aufschwung seit dem Kriegsende um den wir so sehr beneidet werden hat unsere famose Kanzlerin Angela Erika Merkel ihr Können nachgewiesen. Jetzt jedoch muss, wie jedes Jahr seit 1991, von Lohnsteigerungen im Interesse der Gesamtwirtschaft strengster Abstand genommen werden. Der Gürtel ist mit neuen Löchern zu versehen und enger zu schnallen!

    Sicherlich wird der Insolvenzverwalter im Interesse der Freizusetzenden eine Lohnzuhälterei, pardon Zeitarbeits-Tochterfirma gründen in der die Beschäftigten mit moderaten Abschlägen von 30 bis 60 % vom bisherigen, sehr üppigen Lohn neue Entwicklungschancen im dann gesundenden Unternehmen erhalten.

    Wir müssen immer dran denken: Die neue soziale Marktwirtschaft ist die freieste und beste Daseinsform die wir je geniessen durften. Sonst gibt es nur Krieg! Jawirklich!!

  • 01.03.2012, 10:33 UhrMCG

    So und was nun ihr lieben Gewerkschaften? Jahre lang haben diese Gewerkschaften mit allen Mitteln den Unternehmer bekämpft. Teilweise zurecht ,aber das hat zu dem fürchterlichen Image geführt , welches das Unternehmen heute hat. Die Eigenen Mitarbeiter haben alles getan um den Unternehmer schlecht zu machen.Neid und Missgunst sind ein schlechter Ratgeber.Herr S mag zwar ein Sonderling sein, aber das hat er nicht verdient. Jetzt habt Iht das Ende was Ihr wollt ??? Und die grosse Gewerkschaft hat Recht. Es ist wie immer aber keiner merkt es.Opel ist der Nächste

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