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Schlecker: Schlechter geht es kaum noch

Kolumne von Holger Geißler

Kaum präsentiert sich Schlecker mit neuer Strategie, passiert schon die nächste Kommunikationspanne: Mit fragwürdigen Bemerkungen über seine Kunden sorgt Schlecker für Aufsehen. Das Image leidet kaum - es ist bereits sehr schwach.

Der neue Werbeslogan scheint dem Unternehmen zum Verhängnis zu werden Quelle: dpa
Der neue Werbeslogan scheint dem Unternehmen zum Verhängnis zu werden Quelle: dpa

Es hat lange gedauert, bis Schlecker auf den Zug erfolgreicher Wettbewerber wie dm, Rossmann oder Müller aufgesprungen ist und mit einem neuen Konzept endlich wieder Boden gutmachen wollte. Größere und freundlichere Läden, ein anderer Umgang mit Mitarbeitern und einem neuen Slogan: Mit diesen und anderen Rezepten wollte das Unternehmen wieder vermehrt Kunden in die Läden locken. Doch der neue Slogan „For You. Vor Ort.“ scheint dem Unternehmen nun zum Verhängnis zu werden, denn nach einer Stellungnahme des Unternehmenssprechers, sei der Slogan für die „durchschnittlichen Schlecker-Kunden, die niederen bis mittleren Bildungsniveaus zuzuordnen“ seien. Die Empörung in der Öffentlichkeit ließ nicht lange auf sich warten.

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Negativer Buzz
Wie eine aktuelle Markenanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, ist diese Diskussion auch tatsächlich bei den Verbrauchern angekommen. Allerdings fällt die Verschlechterung der Markenwerte nicht so stark aus, wie man zunächst vermuten würde. So ist seit Ende Oktober vor allem im Hinblick auf den so genannten Buzz eine negative Entwicklung zu beobachten. Der Buzz spiegelt die aktuelle öffentliche Wahrnehmung einer Marke wieder und ist häufig ein Indikator dafür, wie sich die langfristigen Imagewerte entwickeln. Somit ist auch die zunächst positive Entwicklung im Buzz, die auf die Schlecker-TV-Kampagne zurück zu führen sein dürfte, vorerst beendet.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 10.11.2011, 22:00 UhrAnonymer Benutzer: Kommentator

    Ich habe kein Problem mit Schlecker. Die Marktwirtschaft sogt ganz wunderbar dafür, daß sich Schlecker entweder schnellstens reformiert oder vom markt verschwindet. Andere, besser aufgestellte Wettbewerber, profitieren davon und werden für ihre Anstrengungen belohnt.

    Hätten wir es bei Schlecker jedoch mit einem Staatsunternehmen zu tun oder mit dem Lieblingsunternehmen der Politik, den Banken, dann käme jetzt Frau Merkel und würde umgehende steuerfinanzierte Marketingkampagnen für Schlecker fordern. Denn Schlecker muß überleben und dafür müssen eben alle ein Opfer bringen. Und unsere Abgeordneten würden aufgrund eines fehlenden Mehrheitswahlsystems und der Angst, bei der nächsten Wahl gar nicht erst wieder aufgestellt zu werden, zu allem die Hand heben, egal, was es auch sein mag.

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