Schwacher Euro hilft : Adidas wächst zweistellig

Schwacher Euro hilft : Adidas wächst zweistellig

Der Sportartikelhersteller hat deutlich zugelegt. Zuwächse bei der Stammmarke Adidas und der Tochter Reebok kurbelten das Geschäft an, aber auch der schwache Euro half auf die Sprünge.

Gute Geschäfte mit Ausrüstung für den Laufsport und mit Mode haben Adidas zum Jahresauftakt einen Schub gegeben. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 17 Prozent auf 4,083 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Plus neun Prozent, wie das Unternehmen aus Herzogenaurach am Dienstag berichtete. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen in Höhe von 3,913 Milliarden Euro gerechnet. "Wir sind erfolgreich ins Jahr gestartet", sagte Konzernchef Herbert Hainer, der Adidas vor Kurzem eine neue Strategie verordnete, damit der Ausrüster schneller wächst und auch profitabler wird.

Adidas und Nike im direkten Vergleich

  • Umsatz

    Adidas: 14,5 Mrd. Euro

    Nike: 20,5 Mrd. Euro

    Geschäftsjahr 2014; Geschäftsjahr Nike endet 31.05.2015

    Quelle: Unternehmen

  • Gewinn

    Adidas: 568 Mio. Euro

    Nike: 1990 Mio. Euro

    Geschäftsjahr 2014; Geschäftsjahr Nike endet 31.05.2015

    Quelle: Unternehmen

  • Börsenwert

    Adidas: 11,8 Mrd. Euro

    Nike: 62,4 Mrd. Euro

    Geschäftsjahr 2014; Geschäftsjahr Nike endet 31.05.2015

    Quelle: Unternehmen

  • Mitarbeiter

    Adidas: 53.700

    Nike: 56.500

    Geschäftsjahr 2014; Geschäftsjahr Nike endet 31.05.2015

    Quelle: Unternehmen

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Adidas hatte im vergangenen Jahr mit Problemen im Golf-Geschäft und in Russland gekämpft; der Gewinn brach ein, die Erlöse kamen trotz Fußball-Weltmeisterschaft kaum vom Fleck. In den ersten drei Monaten des Jahres 2015 stieg der Umsatz den Angaben zufolge in allen Regionen mit Ausnahme von Russland/GUS, wo er währungsbereinigt um drei Prozent schrumpfte. In Nordamerika - dort will Adidas den Abstand zum Platzhirsch Nike verkürzen - wuchsen die Erlöse bereinigt um sieben Prozent, im größten Markt Westeuropa um elf Prozent. Für das Gesamtjahr geht der Konzern davon aus, dass die Verbraucher in den meisten Regionen der Welt mehr Sportartikel kaufen. Auch das Golf-Geschäft soll sich deutlich besser entwickeln; im Startquartal ging der Umsatz hier währungsbereinigt um neun Prozent zurück. Die Stärkung wichtiger Währungen wie US-Dollar oder chinesischer Renminbi dürften sich laut Adidas positiv auswirken. Für 2015 bekräftigte das Unternehmen die Prognose, wonach der Umsatz währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich steigen soll.

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Der Konzerngewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Wertminderung soll im Gesamtjahr nach wie vor um sieben bis zehn Prozent zulegen, die bereinigte operative Marge zwischen 6,5 und 7,0 Prozent liegen. Im Startquartal stieg der Konzerngewinn um 22 Prozent auf 255 Millionen Euro, die operative Rendite verbesserte sich leicht auf 8,9 Prozent. Adidas-Chef Hainer sagte mit Blick auf die Rückschläge 2014, für die er persönlich heftige Kritik hatte einstecken müssen, das Unternehmen habe sich schnell davon erholt. Jetzt blicke man optimistisch auf das Gesamtjahr. Dank der neuen Strategie werde das Wachstum bis 2020 beschleunigt. Ab 2016 soll der Umsatz Jahr für Jahr im Schnitt im hohen einstelligen Bereich steigen, der Gewinn um 15 Prozent. Die operative Marge soll zweistellig werden.

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