Shopping-App: Shopkick tritt den Rückzug an

Shopping-App: Shopkick tritt den Rückzug an

, aktualisiert 15. Dezember 2016, 08:03 Uhr
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Die Einkaufs-App ließ Nutzer schon beim Betreten des Geschäfts Bonuspunkte sammeln.

von Christoph KapalschinskiQuelle:Handelsblatt Online

Die gefeierte Einkaufs-App Shopkick sollte Kunden in die Läden treiben. In Deutschland gelang das jedoch offenbar zu selten: Das US-Unternehmen zieht sich zurück. Konkurrent Payback weinte Krokodilstränen.

HamburgCyriac Roeding hat ein einnehmendes Wesen. Als kurzweiliger Redner präsentierte der Unternehmer und Investor auf Handels-, Marketing- und Technologiekongressen seine Gründung Shopkick. Nicht ohne Erfolg: In Amerika gewann er namhafte Partner wie die Kaufhauskette Macy’s für seine Shopping-App, in Deutschland unter anderem Mediamarkt und Douglas.

Nach der Übernahme durch den südkoreanischen Handelsmarketing-Konzern SK Planet Ende 2014 verließ der heute 43-jährige Roeding Shopkick. Auf Konferenzen ist er seitdem weniger zu Gast. Und auch von Shopkick wird bald zumindest hierzulande wenig zu sehen sein: Die App zieht sich aus Deutschland zurück. Das meldete der Branchendienst „Location Insider“.

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Dabei hatte Deutschland-Chefin Stefanie Lüdecke gerade erst mit dem Buchhändler Thalia einen Partner des Konkurrenten Payback gewonnen. Im Oktober feierte das Berliner Team zudem eine Gold-Auszeichnung bei den POS Marketing Awards. Lüdecke war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme erreichbar. „Wir haben die Partnerschaft mit Shopkick geschätzt und bedauern den Rückzug aus dem deutschen Markt“, sagte ein Nestlé-Sprecher.

Anders als Payback belohnt Shopkick seine Nutzer schon beim Betreten eines Ladens mit Bonuspunkten – nicht erst beim Kauf. Solche „Location Based Services“, also ortsabhängige Dienste, sind ein Modethema im Handelsmarketing, aber in der Realität bislang wenig relevant.

Zusätzlich können Marken Partner von Shopkick werden. Dabei können Teilnehmer per App die Etiketten von Produkten abfotografieren und so ebenfalls Punkte sammeln, die sich in Prämien umwandeln lassen. Das Ziel: Kunden in den Laden locken und sie dazu verführen, Produkte in die Hand zu nehmen.

Zwischenzeitlich sorgte Shopkick für Verwirrung, indem die App bewusst auch Punkte für Besuche in Geschäften gutschrieb, die gar keine Partner waren. Das sollte die Nutzerbasis verbreitern, verärgerte aber potenzielle Partner.

Die Konkurrenz weinte am Mittwoch Krokodilstränen. „Wir bedauern, dass Shopkick sich aus dem deutschen Markt verabschiedet. Denn wir sind vom Nutzen von Location Based Services überzeugt“, erklärte Payback-Manager Michael Eichhorn – nicht ohne hinzuzufügen, dass man an einer noch großartigeren Lösung arbeite.

Quelle:  Handelsblatt Online
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