Shopping per Smartphone: Einzelhandel muss endlich mobile Trends aufgreifen

GastbeitragShopping per Smartphone: Einzelhandel muss endlich mobile Trends aufgreifen

von Markus Braun

Für den Handel wird das Thema Mobile Commerce immer wichtiger - und zur Chance für gebeutelte Einzelhändler. Doch wenn sie ihre Kunden auf dem Smartphone erreichen wollen, müssen die Anbieter ihre Strategie anpassen.

Der große Erfolg von Online-Händlern wie Amazon und Zalando hat das Gefüge im Einzelhandel massiv und nachhaltig verändert. Und der Siegeszug des E-Commerce setzt sich mit Schwung fort: Alleine im ersten Halbjahr 2015 sind die Umsätze im Internetversandhandel im Vergleich zum Vorjahr um satte 16,8 Prozent gestiegen.

Das neue Einkaufsverhalten der Konsumenten stellt den Einzelhandel zweifellos auf den Kopf. Und während alt eingesessene Händler viel zu spät und hastig Online-Shops aufsetzen, geht die Entwicklung im E-Commerce mit rasender Geschwindigkeit weiter. Das Thema Mobile Commerce gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung: Wie die YouGov-Studie „Mobile Shopping Trends 2015“ zeigt, ist das Tablet oder das Smartphone für nahezu jeden fünften Deutschen bereits das bevorzugte Online-Shopping-Instrument.

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Die beliebtesten deutschen Händler

  • Quelle

    Die Beratungsfirma OC&C hat 30.000 Kunden in neun Ländern befragt. Die hier gezeigten Ergebnisse beziehen sich auf Deutschland. Die Kunden wurden unter anderem zu Preisen, Qualität, Service und Markenvertrauen befragt. Maximal waren 100 Punkte zu erreichen, ein Wert von mehr als 75 gilt als „sehr gut“.
    Stand der Veröffentlichung: Dezember 2014.

  • Platz 10

    eBay
    Online-Auktionshaus
    Indexwert: 79,3 (plus 1,9 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 9

    Kaufland
    Lebensmittel
    Indexwert: 79,4 (plus 2,2 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 8

    Müller
    Drogerie
    Indexwert: 79,8 (minus 0,2 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 7

    Globus
    Lebensmittel
    Indexwert: 79,9 (plus 1,8 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 6

    Thalia
    Bücher
    Indexwert: 80,3 (minus 0,7 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 5

    Douglas
    Drogerie
    Indexwert: 80,4 (minus 0,7 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 4

    Rossmann
    Drogerie
    Indexwert: 80,8 (plus 1,1 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 3

    Breuninger
    Mode
    Indexwert: 80,8 (plus 7,5 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 2

    Amazon
    Multisortimenter
    Indexwert: 85,0 (plus 2,4 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 1

    dm
    Drogerie
    Indexwert: 86,5 (plus 2,3 Punkte gg. Vorjahr)

Nicht zuletzt für Lebensmitteleinzelhändler wie Rewe, Aldi oder Edeka ist dies Herausforderung und Chance zugleich: Der Studie zufolge haben lediglich sieben Prozent der Deutschen Alltagsgegenstände wie Lebensmittel oder Kosmetikartikel in den vergangenen sechs Monaten per Smartphone gekauft. Für viele Händler resultiert daraus ein unmittelbarer Handlungsbedarf.

Doch um das Potenzial, das Mobile Commerce bietet, zu nutzen, reicht ein mobile-optimierter, responsiver Online-Shop alleine nicht aus. Vielmehr gilt es den Konsumenten Mehrwerte zu bieten, die erst durch mobile Endgeräte möglich sind und den Verbraucher letztlich entweder an die Kasse des Online-Shops oder auch die Kasse des stationären Shops führen.

Frische Multichannel-Strategie

Die Voraussetzungen sind aus vielerlei Hinsicht ideal – zwei Beispiele: Zum einen benutzen schon jetzt 28 Prozent der Deutschen ihr Smartphone zur Informationssuche, bevor sie Alltagsprodukte kaufen. Zum anderen nutzt knapp jeder Zweite das mobile Internet, während er sich in einem stationären Geschäft befindet.

Um das Potenzial in Umsatz zu verwandeln, brauchen gerade stationäre Einzelhändler eine übergreifende Strategie, die im Hinblick auf Mobile Commerce kreative und nützliche Ansätze liefert. Die Nutzung der Beacon-Technologie etwa, mit der Kunden nicht nur in den Laden gelotst werden, sondern auch innerhalb der Stores navigieren können, ist nur eine Möglichkeit das Leben der Verbraucher einfacher zu machen und deren Einkaufserlebnis zu verbessern.

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Auch die Nutzung von Promotions in Form von Coupons oder spezifischen, maßgeschneiderten Angeboten kann mithilfe des Smartphones zielgerichtet und passgenau erfolgen. So zeigen sich die Deutschen besonders offen, was den Empfang von Sonderangeboten und Coupons aus dem Supermarkt direkt auf ihr Smartphone angeht.

Insgesamt betrachtet ist die durch die Digitalisierung ausgelöste Entwicklung für den traditionellen Einzelhandel eine große Chance. All diejenigen, die bislang in Sachen Online-Shopping noch zögerlich unterwegs sind, haben nun die Gelegenheit die Möglichkeiten des Mobile Commerce zu nutzen und ihre Multichannel-Strategie zukunftssicher zu machen.

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