Sinupret-Hersteller: Bionorica will Cannabis in Deutschland anbauen

exklusivSinupret-Hersteller: Bionorica will Cannabis in Deutschland anbauen

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von Jürgen Salz

Der Naturarznei-Hersteller Bionorica will sich um eine Lizenz für den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland bewerben.

„Wir haben Interesse daran, Medizinalhanf in pharmazeutischer Qualität in Deutschland anzubauen“, sagt Geschäftsführer und Eigentümer Michael Popp gegenüber der WirtschaftsWoche. Allerdings will Bionorica keine Hanfblüten zur medizinischen Verwendung, sondern ein flüssiges Medikament auf Cannabis-Basis anbieten. „Die dafür nötigen Anforderungen und Rahmenbedingungen müssen mit der zuständigen Behörde noch erörtert werden“, sagt Popp.

Um schwerkranken Patienten zu helfen, die etwa unter starken Schmerzen leiden, will die Bundesregierung den Anbau von Cannabis in Deutschland fördern und entsprechende Anbau-Lizenzen vergeben. Bis Anfang Juni können sich Unternehmen dazu bewerben.  

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Bereits seit etlichen Jahren produziert Bionorica das flüssige Schmerzmittel Dronabinol auf der Basis von Cannabis, das der Naturarznei-Hersteller in Wien züchten lasst. Es darf jedoch nur unter strengen Auflagen abgegeben werden. Marktexperten erwarten, dass Cannabis-Schmerzmittel für Hunderttausende deutsche Patienten infrage kommen könnten.

Neben Bionorica werden vor allem ausländische Anbieter von medizinischem Hanf , etwa Bedrocan aus den Niederlanden oder Tikun Olam aus Israel, als Interessenten erwartet., „Bei der Ausschreibung werden vor allem ausländische Anbieter aus den bisherigen Anbauländern zum Zug kommen“, sagt der Hannoveraner Rechtsanwalt Jürgen Scholz, der eine Gruppe berät, die sich um eine Anbaulizenz bewerben will. Denn in den Ausschreibungsunterlagen steht ganz klar, dass die Bewerber Erfahrungen beim Anbau von Cannabis vorweisen müssen – dies kann ja doch bis auf Bionorica kein deutscher Interessent für sich in Anspruch nehmen. Unternehmen aus Anbauländern wie Kanada, Israel und den Niederlanden haben da bessere Karten. „Deutsche Anbieter haben nur eine Chance, wenn sie mit den ausländischen Anbau-Spezialisten kooperieren“, sagt Scholz.   In Deutschland sind es vor allem kleinere Investorengruppen aus Anwälten, Kaufleuten oder langjährigen Cannabis-Aktivisten, die sich für eine Anbaulizenz interessieren.            

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