Spekulationen um Chefposten: Ist Karstadt noch zu retten?

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Spekulationen um Chefposten: Ist Karstadt noch zu retten?

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Der österreichische Unternehmer René Benko entscheidet, wie es mit Karstadt weitergeht.

von Henryk Hielscher

Eine Ikea-Managerin gilt als Favoritin für den Chefposten der Kaufhauskette Karstadt. Viele Handlungsoptionen bleiben ihr nicht, um das Ruder beim angeschlagenen Warenhausriesen herumzureißen.

Wenn sich am 11. Dezember die Aufsichtsräte des Essener Warenhauskonzerns Karstadt zur letzten regulären Sitzung des Jahres treffen, wird es vor allem um ein Thema gehen: Wer tritt das Erbe von Andrew Jennings an? Der Karstadt-Frontmann räumt bis Ende des Monats seinen Posten bei dem taumelnden Konzern. Die Regelung der Nachfolge ist also überfällig. Doch bis dato rätseln selbst Mitglieder des Kontrollgremiums, wen ihr Vorsitzender, der frühere Rewe-Manager Stephan Fanderl, an der Karstadt-Spitze präsentieren wird.

Eine Managerin soll es sein, und aus dem Reich des schwedischen Möbelgiganten Ikea soll sie stammen. Nach Informationen des "Spiegel" soll die bisherige Ikea-Managerin Eva-Lotta Sjöstedt den Job übernehmen.

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Die Szenarien für die Zukunft von Karstadt (Zum Vergrößern bitte Anklicken)

Die Szenarien für die Zukunft von Karstadt (Zum Vergrößern bitte Anklicken)

Ein Karstadt-Sprecher will Personalspekulationen nicht kommentieren. Doch klar ist: Die Handlungsmöglichkeiten des oder der Neuen sind eng begrenzt. In der Branche werden im Wesentlichen drei Szenarien diskutiert, die das Management im Zweifel exekutieren muss: der Verkauf des Stammgeschäfts, die Insolvenz und die Sanierung (siehe Grafik).

100 Prozent Grupp Der Fall Karstadt wird zum Fall der Insolvenzverwalter

Das Trauerspiel um Karstadt zeigt, dass die Abwickler allzu oft mit ihren Deals prahlen können, ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden, wenn sich diese als Flopps herausstellen.

Insolvenzverwalter sollten am Scheitern ihrer Deals beteiligt werden. Quelle: dpa

Viele Möglichkeiten für die Investoren

Wohin die Reise geht, bestimmt vor allem ein Mann: René Benko. Der österreichische Unternehmer hat den deutsch-amerikanischen Investor Nicolas Berggruen als zentrale Figur im Karstadt-Krimi abgelöst. Benkos Immobiliengruppe Signa hat sich neben zahlreichen Karstadt-Häusern bereits die Mehrheit an der Premium- und Sportsparte des Konzerns einverleibt.

Zudem sollen Benko und der israelische Diamantenmilliardär Beny Steinmetz über die Option verfügen, von Berggruen auch die Mehrheit am Kerngeschäft für einen Euro zu übernehmen. Doch warum sollten die Investoren diese Option ziehen? Der vermeintliche Schnäppchenpreis ist eine optische Täuschung: Karstadt muss Investitionen im dreistelligen Millionenbereich stemmen, Verluste drohen.

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