Spielwarenmesse Nürnberg: Weniger Kinder, härterer Preiskampf

ThemaEinzelhandel

Spielwarenmesse Nürnberg: Weniger Kinder, härterer Preiskampf

Bild vergrößern

Ein Mädchen schaut durch das Fenster einer Playmobil-Schule. Vom 30.01.bis 04.02.2013 trifft sich wieder die Spielwarenbranche in Nürnberg.

Der Wettbewerb in der Spielwarenbranche ist heftig. Viele Händler versuchen, mit niedrigen Preisen Kunden anzulocken. Auch die Hersteller kämpfen mit höheren Kosten und Problemen in China.

Die Spielwarenbranche hat's nicht leicht: Steigende Lohnkosten und eine starke Währung im Hauptproduktionsland China, höhere Preise für Rohstoffe auf dem Weltmarkt, und dann auch noch die stetig sinkende Geburtenrate in Deutschland. Hersteller und Händler führen den Wettbewerb deshalb mit harten Bandagen. Doch auch wenn der Markt in Deutschland 2012 nicht mehr ganz so stark gewachsen ist wie in den Vorjahren: Es ist ein Jammern auf hohem Niveau. Das räumen selbst Verbandsvertreter ein. Schließlich steigt der Umsatz trotz aller Krisen seit Jahren kontinuierlich und hat 2012 erstmals die Marke von 2,7 Milliarden Euro geknackt.

Spielwaren Digitale Revolution im Kinderzimmer

"iToys" sind der neueste Trend. Die Spielwarenbranche setzt auf Multimedia. Mit aktionsreichen Spielen will sie die Kinderzimmer revolutionieren.

Ravensburger Puzzle Quelle: dpa


Ab kommenden Mittwoch (30. Januar) trifft sich die Branche wieder auf der weltweit größten Spielwarenmesse in Nürnberg. Rund 70.000 - teils nur geringfügig voneinander abweichende - Neuheiten werden die Hersteller dort präsentieren, insgesamt stehen etwa eine Million Puppen, Autos und Roller in den vollgestopften Hallen. Eine große Herausforderung besonders für kleinere Händler: Sie müssen es schaffen, immer auf dem neusten Stand zu bleiben. Denn die Spielewelt wandelt sich rasant, die Hälfte aller Produkte ist keine zwei Jahre auf dem Markt.

Anzeige


Trotz aller Widrigkeiten geht es der Branche in Deutschland gerade auch im Vergleich mit den europäischen Nachbarländern relativ gut. „Die Rahmenbedingungen könnten schlechter sein“, betont etwa der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels, Willy Fischel. „Wir haben eine relativ stabile Gesamtsituation, auch wenn das letzte Quartal 2012 etwas enttäuschend war.“ Das Weihnachtsgeschäft ist für Spielzeughändler entscheidend, weil sie damit rund 40 Prozent ihres Jahresumsatzes machen.

Im Schnitt zahlt jeder Kunde bei einem Einkauf zehn Euro. Um im „knochenharten Preiswettbewerb“ bestehen zu können, sind viele Händler laut Fischel inzwischen weit mehr als nur Verkäufer. „Teddytreff, Kindergeburtstag, Männerabend, Bastelworkshops - da wird ein Händler schnell zum Eventmanager. Das ist ein echter Trend!“

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%