Sport Scheck: Otto baut sein Filialnetz aus

ThemaEinzelhandel

Sport Scheck: Otto baut sein Filialnetz aus

Bild vergrößern

Otto will mehr Geschäfte der Kette Sport Scheck eröffnen. Auch die Damenmodenmarke Shegoo könnte in Zukunft stationäre Läden bekommen.

Während immer mehr Einzelhändler und Modeketten ihre Filialen verkleinern oder ganz schließen, setzt das deutsche Versandhandelshaus Otto nun auf Expansion im stationären Handel. Was steckt dahinter?

Die Traditionsmarkte Otto ist immer wieder für eine Überraschung gut, mitten in einer der größten Krisen des deutschen Einzelhandels verkünden die Hamburger "Wir wollen stationär wachsen". Diese mutigen Worte erklärt Retail-Vorstand Timm Homann gegenüber der Tageszeitung "Die Welt". Man habe derzeit einige Konzepte in der Prüfphase, wollte die "Multi-Channel-Chancen" wahrnehmen. Damit meint Homann, dass Otto künftig noch mehr als bisher alle Kanäle, die dem Handel zur Verfügung stehen, also das Verkaufen in Ladengeschäften, über Onlineshops, aber auch via Smartphone- und Tablet-Apps, bespielen und miteinander verknüpfen will. Darin sind Hohmann "das Erfolgsrezept für die Zukunft."

Otto hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass der stationäre Handel im Angesichts der im größeren Konkurrenz von Onlinehändlern wie Amazon oder Zalando nicht auf verlorenem Posten kämpft. Die Tochtergesellschaft myToys etwa, betrieb Otto sieben Jahre lang als reinen Online-Händler. 2006 dann eröffneten die ersten beiden Läden, derzeit gibt es schon 13 im ganzen Bundesgebiet. Spezialsortimente, die man Online nicht so einfach bekommt, können ein Weg sein, über die sich stationäre Händler profilieren. Otto überlegt daher, ob der Spezialversender Sheego, der Damenmode ab Größe 40 anbietet, demnächst eigene Läden bekommt.

Anzeige

weitere Artikel

Beschlossene Sache ist die Expansion der Kette Sport Scheck. Bis 2020 soll die Zahl der bisher 17 Filialen auf 25 bis 30 wachsen. "Wir wollen den Onlinehandel und das klassische Geschäft noch stärker verzahnen", sagt Sport Scheck-Geschäftsführer Stefan Herzog gegenüber der "Welt". Außerdem will Sport Scheck künftig auch in mittelgroßen Städten sein Glück versuchen, bisher war die Kette nur mit 2500 Quadratmeter oder noch größeren Stores in Großstädten wie München, Hamburg oder Leipzig vertreten. Derzeit testet Sport Scheck im schwäbischen Reutlingen, ob sich auch kleinere Läden rentieren. Chef Herzog meint in der Provinz stecke noch großes Potenzial. Sollte sich der Reutlinger-Laden beweisen, werden weitere Läden abseits der Ballungsräume folgen - eine zweistellige Filialzahl sei durchaus denkbar, sagte Herzog dem Blatt.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%