Sportartikelhersteller: Puma-Chef bestätigt Überlegung für Einstieg beim BVB

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Puma-Chef Gulden hat trotz der Probleme des Sportartikelherstellers große Pläne

von Peter Steinkirchner und Stephanie Heise

Puma-Chef Bjørn Gulden hat in einem Interview mit der WirtschaftsWoche erstmals bestätigt, dass der Sportartikelhersteller eine Aktienbeteiligung am börsennotierten Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund erwägt.

Dabei rechnet der Puma-Chef damit, dass der BVB durch seine Expansion des Marketings ins Ausland künftig auch mehr Trikots außerhalb Deutschlands verkaufen wird. „Natürlich drängen auch Bayern München und unser BVB hinaus in die Welt und eröffnen Büros, so wie Borussia Dortmund es in Singapur plant. Das zahlt sich aus: Die Nachfrage nach BVB-Trikots im Ausland steigt“, so Gulden.

Puma will Schuhproduktion wieder nach Europa holen

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Puma-Sportschuhe könnten schon bald wieder in Europa gefertigt werden. Puma-Chef Bjørn Gulden hat in einem Interview mit der WirtschaftsWoche angedeutet, dass der Preisvorteil der Schuhproduktion in China verloren geht. „Da die Technik immer wichtiger wird, schwindet der Anteil der Lohnkosten. Daher kann es gut sein, dass ein Teil der Schuhproduktion in der näheren Zukunft nach Europa zurückkehrt.“

In Frage kämen dafür etwa gestrickte Fußballschuhe, wie Nike auf den Markt gebracht hat. „Wir arbeiten an ähnlichen Konzepten, weil das viele Vorteile bringt. Beispielsweise wird viel Abfall vermieden, was Kosten spart. Wo die Strickmaschine steht, ist fast schon egal.“

Größte Sportartikelhersteller der Welt

  • Nike

    25,14 Milliarden Euro

  • Adidas

    14,53 Milliarden Euro

  • VF Corp. (USA)

    11,12 Milliarden Euro

  • New Balance

    2,98 Milliarden Euro

  • Puma

    2,97 Milliarden Euro

  • Under Armour

    2,79 Milliarden Euro

  • Asics

    2,33 Milliarden Euro

  • Quellen

    Unternehmen, eigene Recherche

Puma-Chef: Wir haben Probleme

Puma-Chef Bjørn Gulden hat eingeräumt, dass die Sportmarke Puma massive Probleme hat und durch Konzentration auf den Markenkern Sport wieder in die Erfolgsspur zurückkehren will. Die Marke Puma habe „deutlich an Begehrlichkeit eingebüßt“, so Gulden im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. Der Fehler sei gewesen, dass Puma auf zwei Säulen gestanden habe, Lifestyle und Sport. Gulden: „Beide Säulen wackelten. Die Marke war insgesamt zu diffus. Darunter litten auch die Produkte – und der Handel, der nicht genug Geld mit uns verdiente.“

Die Konzentration auf den Markenkern Sport werde Puma wieder in die Erfolgsspur führen. Es sei ein Fehler gewesen, Puma zu sehr auf Lifestyle auszurichten. „Wäre Puma beim Sport geblieben und hätte dort einen guten Job gemacht, dann hätte man immer eine Basissteigerung beim Umsatz erzielt.“

Puma habe in den vergangenen zwölf Monaten alle Markenhandbücher und Designvorgaben neu geschrieben und vereinheitlicht, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. „Jedes Produkt muss aus dem Sport kommen, unsere Schuhe müssen zuallererst auf dem Rasen oder der Laufbahn funktionieren.“ Dabei habe Puma vom Großaktionär Kering genügend Zeit bekommen, um wieder erfolgreich zu werden. Gulden: „Es gibt keinen Druck von Kering, in einer bestimmten Zeit die Wende zu schaffen. Diesen Druck machen wir uns schon selbst. Denn für mich ist die Aufgabe, Puma wieder zu einer coolen Marke zu machen, die schönste, die man haben kann.“

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