Sportartikelhersteller: Puma erleidet überraschend starken Gewinneinbruch

Sportartikelhersteller: Puma erleidet überraschend starken Gewinneinbruch

, aktualisiert 07. November 2014, 12:29 Uhr
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Sportartikelhersteller Puma SE hat schlechte Zahlen vorgelegt.

Wie schon bei der Konkurrenz von Adidas brach auch bei Puma der Gewinn kräftig ein. Schuld war unter anderem eine teure Werbekampagne.

Puma nimmt für teure Werbeaktionen und seine neue Partnerschaft mit dem Londoner Fußballclub Arsenal einen weiteren Gewinneinbruch in Kauf. Während die Umsätze des Sportausrüsters im Sommer erstmals seit fast zwei Jahren wieder zulegten, sackte der Überschuss um 45 Prozent auf 29 Millionen Euro ab. Die bisher aufwendigste Kampagne der Konzerngeschichte, mit der Puma sein angekratztes Image aufpolieren will, komme bei der Kundschaft gut an, sagte Vorstandschef Björn Gulden. "Unsere Kunden wissen nun, dass mit Puma wieder zu rechnen ist. Puma ist als Sportmarke zurück."

Gulden hat dem Unternehmen eine Fitnesskur verordnet, nachdem sich die Franken mit Lifestyle-Kleidung und einer überbordenden Produktpalette verzettelt hatten. Um die Marke mit dem Raubkatzenlogo wieder mit Kraft und Schnelligkeit zu verbinden, schloss der ehemalige Fußballprofi zum Saisonbeginn eine Partnerschaft mit Arsenal und stärkte das Bündnis mit Borussia Dortmund durch eine Kapitalbeteiligung. Zudem startete Gulden nach der Fußball-Weltmeisterschaft eine Reklameaktion, die den Konzern bisher einen zweistelligen Millionenbetrag kostete. Während der WM hielt sich das SDax -Unternehmen trotz mehrerer Ausrüsterverträge zurück, um sein Pulver nicht in der Werbeschlacht der übermächtigen Rivalen Nike und Adidas zu verschießen.

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"Das Jahr 2014 markiert für Puma weiterhin die Trendwende in der Geschäftsentwicklung", erklärte Gulden und äußerte sich nun optimistischer zu den Umsatzaussichten als bisher: Die Erlöse sollen nun nicht stagnieren, sondern im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. Die Umsatzrendite solle auf drei Prozent zulegen von 0,2 Prozent im vergangenen Jahr, bekräftigte der Konzernchef. Der Kursverfall ausländischer Währungen, der auch Adidas belastet, werde das Ergebnis allerdings schmälern, sagte Finanzvorstand Michael Lämmermann. "Wir kalkulieren eher in der Größenordnung von 2,5 Prozent beim Nettoergebnis."

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Als Lichtblick machte der Norweger den Anstieg der Erlöse im dritten Quartal aus, die um 3,7 Prozent auf 843 Millionen Euro zulegten. Dies sei auch den Werbe- und Sponsoringaktivitäten zu verdanken. Belastet wurde der Betrag, weil Puma den operativen Anstieg wegen des Wertverlusts ausländischer Währungen nicht voll in Euro ummünzen konnte: Ohne den Umtauscheffekt stiegen die Umsätze um 6,4 Prozent. Angesichts der Marketingausgaben brach der Betriebsgewinn im Sommer etwas stärker ein als von Branchenexperten erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebit) sank um 42 Prozent auf 46 Millionen Euro.

Der französische Mutterkonzern Kering hatte bei der Vorlage seiner Zahlen im Oktober jedoch bereits von einer erfreulichen Entwicklung bei Puma berichtet. Zuletzt hatten an der Börse Gerüchte die Runde gemacht, Kering könne bei Puma aussteigen oder aber seinen 86-prozentigen Anteil auf mehr als 90 Prozent ausbauen und dann die restlichen Eigner herausdrängen. Puma weiß nach eigenen Angaben nichts von einer solchen Anteilsveränderung. "Wir haben keine Signale", sagte Gulden. Ein Kering-Sprecher bekräftigte in Paris, man äußere sich nicht dazu.

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