Sportartikelhersteller: Puma rutscht unerwartet tief in die roten Zahlen

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Sportartikelhersteller: Puma rutscht unerwartet tief in die roten Zahlen

, aktualisiert 20. Februar 2014, 11:32 Uhr
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Sportartikel-Hersteller Puma hat einen unerwartet hohen Quartalsverlust verzeichnet.

Im letzten Quartal 2013 ist Puma stärker als ohnehin befürchtet in die Verlustzone gerutscht: Der Verlust verdreifachte sich. Für das Gesamtjahr 2013 schrammte Puma nur knapp an einem Verlust vorbei.

Der Konzernumbau und das angekratzte Image haben den Sportausrüster Puma zum Jahresende noch tiefer in die roten Zahlen getrieben als erwartet. Das Unternehmen verdreifachte nach Angaben vom Donnerstag seinen Verlust im vierten Quartal auf 115 Millionen Euro, während Branchenexperten lediglich mit einem Fehlbetrag von 78 Millionen Euro gerechnet hatten. "Es besteht kein Zweifel daran, dass Pumas Markenbegehrtheit gesteigert, die Absatzprobleme behoben und die Vertriebswege verbessert werden müssen", sagte der neue Vorstandschef Björn Gulden zur Bilanzvorlage am Donnerstag in Herzogenaurach.

Im Gesamtjahr schrammte Puma nur knapp an einem Verlust vorbei. Der Nettogewinn brach um 92 Prozent auf 5,3 Millionen Euro ein. Um den französischen Luxusgüterkonzern Kering als Haupteigner zu besänftigen, greift Puma in seine Rücklagen: Während der Konzern je Aktie nur 36 Cent Gewinn erwirtschaftete, sollen wie im vergangenen Jahr 50 Cent je Anteilsschein ausgeschüttet werden. Die Puma-Aktie verlor im Kleinwerteindex SDax bis zu 3,1 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 201,50 Euro. Als Kering im Jahr 2007 bei dem Adidas -Rivalen eingestiegen war, hatte das Papier noch Höchstwerte um 330 Euro erreicht. Der Kering-Kurs sank in Paris um 0,7 Prozent.

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Gulden, der im vergangenen Jahr bei Puma angetreten war, hatte zuletzt den Konzernumbau forciert. Der frühere Profifußballer aus Norwegen will die Franken wieder als Sportmarke profilieren, nachdem sich das Unternehmen mit Lifestyle-Kleidung und einer überbordenden Produktpalette verzettelt hatte. Gulden kündigte bereits eine lange Durststrecke an, in der Kunden zurückgewonnen werden sollen.

Im laufenden Jahr wird der Umsatz dem Manager zufolge auf dem Vorjahresniveau von knapp Milliarden Euro stagnieren, der Überschuss soll jedoch deutlich steigen. Die Umsatzrendite werde auf drei von 0,2 Prozent zulegen. Operativ dürften aber Marketingkosten das Ergebnis belasten. Puma rechnet mit einem Rückgang der Ebit-Marge auf 5,0 von 6,4 Prozent. Das Unternehmen will seinen neuen Auftritt als schnelle Sportmarke im Herbst mit einer großen Werbekampagne präsentieren. Gulden kündigte an, einen weiteren Standort zu schließen, um Konzernaufgaben noch stärker am fränkischen Firmensitz zu bündeln. Der Konzernbereich für das Einzelhandels- und Internet-Geschäft soll von der Schweiz nach Herzogenaurach verlegt werden.

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