Sportmarkt: Euro lässt Adidas schrumpfen

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KommentarSportmarkt: Euro lässt Adidas schrumpfen

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Herbert Hainer bleibt bei Adidas

von Peter Steinkirchner

Die wichtigste Neuigkeit verschickte Europas größter Sportkonzern schon einen Tag vor der Bekanntgabe der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres: Herbert Hainer, seit 2001 Vorstandschef von Adidas, verlängert seinen 2015 auslaufenden Vertrag noch einmal um zwei Jahre.

Für den Dax-Konzern ist das sicher eine gute Nachricht. Hainer hat mit seiner Mannschaft den einst größten Sportkonzern der Welt sehr gut weiter entwickelt und auf viele neue Beine gestellt. Zusammen mit dem heute aus dem Vorstand ausscheidenden Markenchef Erich Stamminger hat er Adidas sowohl im Sport- als auch im Lifestyle-Markt zu einem schlagkräftigen Player weiter ausgebaut und etabliert.

Doch die Tatsache, dass Hainer nun noch einmal zwei Jahre dranhängt, ist nicht allein ein Zeichen für Wertschätzung und Vertrauen seitens des Aufsichtsrates. Das ist sie sicher auch. Doch vor allem dürfte sie ein klares Indiz dafür sein, dass Herbert Hainer selbst noch nicht wirklich zufrieden ist. So ist der Umsatz des Konzerns, zu dem neben der Hauptmarke Adidas vor allem die US-Marke Reebok gehört, in Euro umgerechnet um rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 14,5 Milliarden Euro gesunken. Währungsbereinigt stieg der Umsatz zwar um drei Prozent, was immerhin zeigt, dass die Marken gefragt sind. Doch die Berichtswährung ist nun mal der Euro und da wird Hainer die Zahl unterm Strich nicht gefallen.

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Denn damit wird das selbstgesteckte Ziel, 2015 einen Umsatz von 17 Milliarden Euro erreichen zu wollen mindestens immer ambitionierter. Denn rein rechnerisch müsste der Konzern innerhalb von zwei Jahren nun noch einmal 2,5 Milliarden Dollar draufpacken. Das ist nicht ausgeschlossen. Aber sehr ambitioniert. Hainers Verlängerung spricht nun stark dafür, dass der Vorstandschef seinen Job noch längst nicht als erledigt betrachtet. Wie es aussieht, will er weiter von der Spitze aus daran arbeiten, die selbst definierten Ziele zu erreichen.

Das spricht für ihn, ist es doch zugleich so, dass der Konzern dabei ist, seine Strategie für die Zeit nach 2015 festzulegen. Hainer will offenbar nicht seinen Nachfolger komplett ins kalte Wasser schmeißen, sondern mit dafür sorgen, dass der Konzern auf dem Weg zu neuen Umsatzzielen auf der richtigen Spur ist. Dann, so die Hoffnung, sollten auch ungünstige Währungsverhältnisse nicht verhindern, dass Hainer mit einem Wunschergebnis nach 16 Jahren an der Konzernspitze aus dem persönlichen Wettrennen mit dem Konkurrenten Nike aussteigt. Mit einem Minus wird er sicher nicht aufhören wollen.

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