Steinhoff International: Ikea-Rivale stolpert auf das Börsenparkett

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Steinhoff International: Ikea-Rivale stolpert auf das Börsenparkett

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Besucher eines Ikea-Einrichtungshauses. Ein Rivale von Ikea geht jetzt an die Börse

von Henryk Hielscher

Der Möbelgigant Steinhoff ist in Frankfurt an die Börse gegangen - trotz einer Razzia deutscher Steuerfahnder bei dem Konzern.

Als Bruno Steinhoff kurz nach 9 Uhr zur goldenen Börsenglocke griff, war ihm die Nervosität anzusehen. Der Gründer des Möbelkonzerns Steinhoff läutete symbolisch den Börsengang in Frankfurt ein und brachte damit den nach Ikea zweitgrößten Möbelhändlers Europas mit Marken wie Poco, Leiner und Conforama auf das Parkett. Börsenwert: knapp 20 Milliarden Euro.

Damit liegt Steinhoff auf Augenhöhe mit den Dax-Mitgliedern E.ON und Henkel. Bisher wurden die Aktien des Konzerns mit 90.000 Mitarbeitern und knapp zehn Milliarden Euro Umsatz primär an der Börse im südafrikanischen Johannesburg gehandelt. Jetzt soll Frankfurt der wichtigste Börsenplatz werden.

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Seit Jahren hatten Steinhoff und sein Vorstandschef Markus Jooste den Schritt geplant und wegen widriger Bedingungen an den Kapitalmärkten mehrfach verschoben. Auch diesmal liefen die Börsenpläne nicht glatt. Im Gegenteil: Zunächst war von dem Unternehmen ungewohnt wenig zu erfahren, für Pressegespräche standen die Beteiligten nicht zur Verfügung.

Pläne bleiben trotz Ermittlungen bestehen

Am vergangenen Freitag überraschten die Geheimniskrämer dann ihre Investoren mit der Information, dass der Deutschland-Ableger ins Visier der deutschen Steuerfahnder geraten ist. Ermittler haben demnach am 26. November die Büroräume in Westerstede durchsucht. Dabei gehe es unter anderem um die bilanzielle Bewertung von Anteilsverkäufen der Steinhoff Europe Group Services GmbH. Steinhoff ist sich keiner Fehler bewusst und halte die konsolidierten Abschlüsse der Gruppe für zutreffend, teilte das Unternehmen mit.

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Anleger reagierten dennoch geschockt: An der Börse im südafrikanischen Johannesburg brachen die Titel des Konzerns am Freitag um bis zu 10,8 Prozent ein.

An den Börsenplänen hielt das Unternehmen trotz der Ermittlungen jedoch fest. Von dem Wechsel nach Frankfurt erhofft sich das Unternehmen neue Investorengruppen zu erschließen, zumal der Konzern den Großteil seines Umsatzes und Gewinns schon jetzt in Europa erwirtschaftet. Der Firmensitz soll in Südafrika bleiben. Eine Zweitlistung in Johannesburg, wo der Konzern seit 1998 notiert ist, soll bestehen bleiben.

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