Steinhoff: Prozess um Möbeldiscounter Poco startet im Juli

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Poco-Markt.

von Henryk Hielscher

Das Landgericht Dortmund wird sich ab 26. Juli mit der Frage befassen, wem der Möbeldiscounter Poco gehört.

Nach Informationen der WirtschaftsWoche erheben sowohl der im M-Dax notierte Möbelkonzern Steinhoff als auch der österreichische Möbelunternehmer und XXXLutz-Miteigentümer Andreas Seifert Anspruch auf das Unternehmen. Poco betreibt insgesamt 118 Märkte und erzielte 2016 einen Umsatz von rund 1,52 Milliarden Euro. 

XXXLutz-Miteigentümer Seifert ist laut Handelsregister seit Ende 2013 über seine deutsche OM Handels GmbH mit 50 Prozent an Poco beteiligt. Nach früheren Angaben des Steinhoff-Konzerns habe Seifert aber treuhänderische Pflichten verletzt und damit die Gesellschafterstellung verloren. Im Umfeld Seiferts wird das bestritten.

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Brisanz birgt der Fall vor allem für Steinhoff: Gehören Seifert die 50 Prozent von Poco, hätte Steinhoff den Discounter beim Börsengang in Frankfurt im Dezember 2015 nicht konsolidieren dürfen. Die Frage, ob Steinhoff bei der Bilanz getrickst hat, beschäftigt auch die Staatsanwaltschaft Oldenburg.

Neben dem Verfahren in Dortmund streiten die Möbelhändler auch vor dem Handelsgericht in Wien. Dabei geht es um Anteile am französischen Möbelriesen Conforama. Der Steinhoff-Konzern möchte zu laufenden Verfahren keine Stellung nehmen.

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