Stimmung im Einzelhandel: Welche Händler sich freuen können - und welche nicht

Stimmung im Einzelhandel: Welche Händler sich freuen können - und welche nicht

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So viel haben die Deutschen seit fünf Jahren nicht mehr eingekauft. Aber der Profit ist ungleich verteilt.

von Kathrin Witsch

Die Stimmung im deutschen Einzelhandel ist so gut wie seit Jahren nicht mehr. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Deutschland. Viele Händler rechnen mit steigenden Umsätzen. Aber es gibt auch Verlierer.

Mehr Geld in der Tasche, nur mäßig angestiegene Preise und hohe Erwerbstätigkeit kurbeln den deutschen Einzelhandel an. "Das wirtschaftliche Umfeld für den Handel ist nach wie vor günstig", sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland. In den ersten beiden Monaten konnte die Branche, laut einer aktuellen Umfrage des HDE, ein Wachstum von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufweisen.

Entsprechend optimistisch sind die Zukunftsaussichten vieler Händler: Rund 44 Prozent der befragten Unternehmen rechnen der Umfrage zufolge 2016 mit steigenden Umsätzen. Aber nicht jeder bekommt ein Stück vom Kuchen ab.

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Wachstumstreiber bleibt der Online-Handel, dessen Umsätze in diesem Jahr um ganze elf Prozent, auf 46,3 Milliarden Euro zulegen könnte. Dementsprechend gut ist die Stimmung bei den E-Commerce Anbietern: knapp 70 Prozent erwarten einen steigenden Absatz für ihre Online-Shops und Marktplatzaktivitäten.

Während sich immer mehr User ihre Ware im Internet bestellen, bekommen Geschäfte in den Innenstädten Probleme. Mehr als 70 Prozent der Geschäfte sprechen laut HDE von rückläufigen Besucherzahlen.

Der Einzelhandel reagiert mit Expansion. Bereits im Januar gab der HDE bekannt, dass die Handelsfläche auf den deutschen Straßen trotz wachsendem Internetgeschäft neue Rekordwerte erreicht.

Das Stimmungsbild in den einzelnen Branchen geht auseinander. Bei elektronischen Erzeugnissen wie Laptop, Smartphone und Fernseher rechnet nur knapp ein Drittel der befragten Händler mit einer Umsatzsteigerung. Auch die Bekleidungsindustrie schaut eher verhalten auf die kommenden Monate. Viel lieber als Kleider und Schuhe, kauft der Deutsche anscheinend Essen und Möbel. Die beiden Branchen rechnen mit einer Umsatzsteigerung von mehr als der Hälfte.

Mit einem erwarteten Gesamtumsatzwachstum von zwei Prozent, würden die Deutschen 2016 insgesamt über 480 Milliarden Euro für Lebensmittel, Bekleidung und Co. ausgeben. Es wäre bereits das siebte Jahr in Folge mit realen und nominalen Umsatzsteigerungen.

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