Strenesse: Gläubiger sollen nicht leer ausgehen

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exklusivStrenesse: Gläubiger sollen nicht leer ausgehen

von Henryk Hielscher und Nele Hansen

Bei der Rettung des Nördlinger Modeunternehmens Strenesse sieht Chefsanierer Michael Pluta Fortschritte.

Die Sanierung sei auf einem guten Weg, „die Gläubiger werden nicht leer ausgehen“, sagte Pluta der WirtschaftsWoche. Mitte April hatte Strenesse Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

Wissenswertes über Strenesse

  • Gründung

    Im Jahr 1949 gründete die Familie Strehle in Nördlingen ihre Textilfabrik, die zunächst in Süddeutschland aktiv war und sich auf Damenoberbekleidung konzentrierte. In den kommenden Jahrzehnten wuchs die Fabrik beständig, die Produktlinie Strenesse tauchte erstmals Ende der 1960er Jahre auf.

  • Der Name

    Die Marke ist ein Kunstwort aus dem Namen der Eigentümerfamilie Strehle und dem französischen „Jeunesse“ (Jugend).

  • Aufstieg zur Designermarke...

    In den 1990er Jahren wird die von Kreativchefin Gabriele Strehle entwickelte Kollektion eine international begehrte Designermarke. Strenesse präsentiert sich in Mailand, die schwäbische Mode wird in Japan verkauft und später wird eine Tochter in den USA gegründet. Inzwischen arbeitet Gabrielle Strehle aber nicht mehr für das Familienunternehmen.

  • ...und tiefer Fall

    In den vergangenen Jahren liefen die Geschäfte bei Strenesse nicht mehr gut, immer wieder gab es Berichte über finanzielle Schwierigkeiten. Daran änderte auch die Zusammenarbeit mit dem DFB als Ausstatter der Fußballnationalmannschaft seit 2006 nichts. Im vergangenen Jahr beendete Strenesse dann die Kooperation mit den Kickern. Strenesse schreibt seit Jahren tiefrote Zahlen bei schwindendem Umsatz und stand erst im Februar vor der Zahlungsunfähigkeit.

Seither werde das Ausgabeverhalten im Unternehmen noch intensiver geprüft. „Alles, was ausgegeben wird, wird mir vorgelegt“, so Pluta. „Wir schauen außerdem, wie wir flexibler reagieren und dabei Kosten senken können. Reicht es beispielsweise nicht aus, in den Läden nur freitags und samstags drei Verkäuferinnen da zu haben und in der Woche weniger?“

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Parallel läuft die Investorensuche weiter. Von der bisherigen Eigentümerfamilie ist kein frisches Kapital zu erwarten. Strenesse-Chef Luca Strehle sagte der WirtschaftsWoche: „Wir haben schon relativ viel Geld ins Unternehmen gesteckt, das wird auch drinbleiben. Neues Kapital werden wir aber nicht zuschießen.“

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