
ChicagoDas internationale Geschäft der US-Supermarkt-Kette Wal-Mart wächst nicht mehr so rasant wie bisher. Der weltgrößte Einzelhändler werde deshalb die Ausgaben für neue Filialen in Schwellenländern zurückfahren, sagte Konzernchef Mike Duke am Donnerstag bei der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen.
Mehr Grund zur Hoffnung gibt Wal-Mart dagegen das Geschäft auf dem Heimatmarkt, wo der Umsatz in seit einem Jahr existierenden Filialen im zweiten Quartal abermals gesteigert werden konnte. Damit profitierte auch Wal-Mart von der wachsenden Konsumfreude der US-Verbraucher, die sich aber dem Konzern zufolge beim Shoppen noch immer etwas zurückhalten.
Wal-Mart gilt als Barometer für den Zustand der US-Wirtschaft und bekommt seinerseits die Konjunkturskepsis der Kunden weiter zu spüren. Diese seien stark von ihren laufenden Einnahmen abhängig, so dass sie am Monatsanfang deutlich mehr ausgeben als am Monatsende, sagte Wal-Mart-Finanzvorstand Charles Holley. „Es gibt noch eine Menge Verunsicherung angesichts der Weltwirtschaft."
Dennoch bescherten die Kunden dem Konzern im zweiten Quartal insgesamt ein Umsatzplus von 4,5 Prozent auf knapp 114 Milliarden Dollar, wie der weltweite Branchenprimus vor Carrefour aus Frankreich weiter mitteilte. Damit übertraf Wal-Mart die Markterwartungen, wie auch mit dem Gewinn von 1,18 Dollar je Aktie.
Der Konzern blickt nun optimistischer in die Zukunft: Das Management erwartet im Gesamtjahr pro Aktie 4,83 bis 4,93 Dollar Gewinn. Bislang war Wal-Mart von 4,72 bis 4,92 Dollar ausgegangen. Analysten hatten allerdings bislang schon im Schnitt 4,93 Dollar vorhergesagt, so dass Enttäuschungen zum Jahresabschluss nicht ausgeschlossen sind.
Die Wal-Mart-Aktie fiel vorbörslich um 3,3 Prozent.
























