Tag des deutschen Bieres: Immer öfter null Prozent

exklusivTag des deutschen Bieres: Immer öfter null Prozent

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Vier Männer stoßen mit großen Bierhumpen an.

von Henryk Hielscher

Pünktlich zum 499. Geburtstag des Reinheitsgebots skizzieren Marktforscher die Trends einer milliardenschweren Branche - und vermessen nebenher die deutschen Biertrinker.

Ein Prosit auf den Gerstensaft! Heute feiert der Deutsche Brauer-Bund den Tag des Bieres. Am 23. April vor 499 Jahren wurde das Reinheitsgebot proklamiert. Pünktlich zum imagefördernden Festtag hat das Marktforschungsunternehmen Nielsen den milliardenschweren Biermarkt durchleuchtet und die wichtigsten Trends und Branchenentwicklungen analysiert.

Laut den Nielsen-Daten stieg der Einzelhandelsumsatz mit Bier und Biermix-Getränken 2014 im Vergleich zum Vorjahr um stattliche 4,4 Prozent auf rund 7,6 Milliarden Euro. Pro Kopf gaben die Deutschen damit im Schnitt rund 95 Euro für den Biereinkauf im Handel aus. „Das Umsatzplus ist unter anderem auch auf Preiserhöhungen bei Weizen und Pils-Bieren zurückzuführen“, sagt Nielsen-Marktexperte Marcus Strobl.

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Die Preissteigerungen hätten indes kaum Auswirkungen auf den Absatz gehabt, der um 1,1 Prozent zulegte. Insgesamt kauften die Deutschen im vergangenen Jahr rund 6,2 Milliarden Liter Biere und Biermix-Getränke im Handel. Das entspricht pro Kopf rund 76,5 Litern.

Die Craft-Biere der großen Brauereien

  • Braufactum

    Die Tochter der Radeberger-Gruppe ist das sicherlich sichtbarste Unternehmen der Craft-Bier-Szene. Die Kühlschränke von Braufactum mit eigenen Kreationen wie auch importierten Bieren (siehe Mikkeler) sind in guten Supermärkten zu finden.
    Biertipp: Firestone Union Jack

  • Craftwerk

    Optisch wie geschmacklich sind die Craftwerk-Biere, die auf der Versuchsanlage von Bitburger gebraut werden, ein kompletter Bruch mit der Tradition und der Vermarktung der bekannten Marke.
    Biertipp: Barrel Aged Ltd.

  • Köstritzer

    Die Köstritzer-Brauerei setzt nicht auf eine neue Marke, sondern versucht, beliebte Sorten der Craft-Bier-Szene unter eigenem Namen zu vermarkten. Derzeit im Angebot: Ein Weizenbier mit starker Fruchtnote unter dem Namen Witbier und ein Pale Ale.
    Biertipp: Pale Ale


„Für die Bierbranche war 2014 ein ausgesprochen gutes Jahr“, bilanziert Strobl. Als Gründe für die Entwicklung nennt er das stabile Konsumklima, die warme und trockene erste Sommerhälfte sowie die Sonderkonjunktur durch die Fußball-Weltmeisterschaft.

Besonders erfolgreich lief das Jahr für die Anbieter alkoholfreier Bier-Mixgetränke, deren Absatz um 13,2 Prozent stieg. Aber auch bei allen anderen alkoholfreien Produktgruppen registrierten die Marktforscher – wie schon in den Vorjahren – eine verstärkte Nachfrage. Galten die alkoholfreien Biere „früher lediglich als Alternative für Autofahrer“, werden sie „inzwischen stärker als eine Art Erwachsenen-Limonade wahrgenommen“, so Strobl. „Es ist fast schon schick, Alkoholfreies zu trinken. Dabei spielt sicherlich auch die geringere Kalorienanzahl eine Rolle.“

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Das zweite starke Wachstumssegment sind so genannte Spezialitäten-Biere, deren Absatz um 16,1 Prozent zulegte. „Weil die Pils-Preise gestiegen sind und auch generell wieder mehr Wert auf regionale Produkte gelegt wird, werden Biersorten wie Helles oder Kellerbier beliebter“, sagt Strobl. Verstärkt werde dieser Trend noch von der aktuellen Craft-Bier-Welle.

Die nach wie vor beliebteste Biersorte bleibt jedoch das Pils. Im vergangenen Jahr kauften die Deutschen rund 3,4 Milliarden Liter. Pils-Biere machen damit mehr als die Hälfte des Bierabsatzes im Handel aus.

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