Tesco: Aldi und Lidl bescheren Tesco rote Zahlen

Tesco: Aldi und Lidl bescheren Tesco rote Zahlen

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Tesco hat im ersten Halbjahr herbe Verluste gemacht.

Die deutschen Discounter Aldi und Lidl machen ihrem britischen Konkurrenten das Leben schwer. Im ersten Halbjahr sank der Gewinn der Supermarktkette Tesco um mehr als die Hälfte.

Der Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel hat bei Großbritanniens größter Supermarktkette Tesco erneut ihren Tribut gefordert. Im ersten Geschäftshalbjahr (Ende August) sank der um Kosten für den Konzernumbau bereinigte operative Gewinn um mehr als die Hälfte auf 354 Millionen Pfund (479 Mio Euro), wie Tesco am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich drückten die Kosten für Filialumbauten und -schließungen sowie die Investitionen in verbesserte Sortimente und Service den Konzern in die roten Zahlen.

Wo Tesco im Vorjahr noch einen Gewinn von 6 Millionen Pfund verbucht hatte, stand nun ein Minus von 368 Millionen Pfund in den Büchern. Der Umsatz sank im ersten Halbjahr ohne Tankstellenverkäufe um 1,9 Prozent auf 23,9 Milliarden Pfund. Dabei belastete auch das starke britische Pfund im Vergleich zu vielen Auslandswährungen.

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Angriff auf Tesco Deutsche Discounter erobern Britannien

Aldi und Lidl mischen den britischen Lebensmittelhandel auf. In manchen Discountern werden sogar Kilts zum Kampfpreis verkauft.

Tesco Einkaufsmarkt Quelle: REUTERS

Tesco hatte die Preise für viele seiner Produkte kräftig senken müssen, um gegen die Discounter zu bestehen. Vor allem die deutschen Billigriesen Aldi und Lidl machen den Briten das Leben schwer. Beide expandieren intensiv auf dem britischen Markt. Aldi beispielsweise hat angekündigt, die Zahl seiner Geschäfte in Großbritannien bis 2022 von derzeit rund 600 auf 1000 zu steigern.

Druck von oben bekommt Tesco zudem von Gourmet-Anbietern oder Biomärkten, die mit einer besonderen Produktauswahl Kunden locken. Um sich finanziell Luft zu verschaffen hat Tesco damit begonnen, Randgeschäft zu verkaufen. In diesem Jahr waren das Supermärkte in Südkorea. Der Konzern hatte zuletzt Schulden von knapp 22 Milliarden Pfund angehäuft.

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