Textil-Discounter: Tengelmann will mit Kik die USA erobern

Textil-Discounter: Tengelmann will mit Kik die USA erobern

, aktualisiert 13. Juli 2017, 14:05 Uhr
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Unternehmenschef Karl-Erivan Haub blickt optimistisch in die Zukunft. Mit der Tochterfirma Kik will Tengelmann künftig den US-Markt erobern.

Quelle:Handelsblatt Online

Tengelmann blickt wieder optimistisch in die Zukunft. Nach dem Kaiser’s-Verkauf könne das Jahr 2017 das beste überhaupt werden. Mit dem Textil-Discounter Kik soll zudem ab 2019 der US-Markt erobert werden.

Mülheim an der RuhrDer Familienkonzern Tengelmann will mit dem Textil-Discounter Kik sein Glück in den USA suchen. „Wir haben uns entschieden, dass wir Kik nach Amerika mitnehmen“, sagte Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Mülheim an der Ruhr.

„2019, jedenfalls vor Ende des Jahrzehnts, wollen wir in den USA im Raum Chicago die ersten Läden öffnen.“ Die Pläne habe es bereits seit längerem gegeben, sie hätten sich aber auch wegen der unklaren Zukunft der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann verzögert.

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In dem großen Land gebe es viele Möglichkeiten und auch vor Präsident Donald Trump sei ihm nicht bange. „Wir haben keine Angst vor dem neuen Präsidenten in Amerika. Der hält uns nicht davon ab.“ Kik hat in Deutschland rund 2500 Filialen und im Ausland etwa 900. Der Discounter erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro. Die Tengelmann-Tochter beschäftigt rund 25.000 Mitarbeiter.


Konzern setzt auf Beteiligung an Zalando und Delivery Hero

Die Tengelmann-Gruppe wolle in den nächsten fünf Jahren 1,5 Milliarden Euro investieren, kündigte Haub an. Der Konzern sei nun befreit von der Unsicherheit um Kaiser’s Tengelmann. Haub hatte die Supermarktkette im vergangenen Jahr nach langem Hickhack an die Konkurrenten Edeka und Rewe verkauft. Damit hatte Tengelmann dem Lebensmittelgeschäft den Rücken gekehrt.
Zu den Geschäften der Gruppe gehört neben Kik unter anderem die Baumarktkette Obi. Der konsolidierte Nettoumsatz der Gruppe stieg im vergangenen Jahr um 8,9 Prozent auf neun Milliarden Euro.

Auch für 2017 sehe es gut aus. Belastungen aus Kaiser’s Tengelmann gebe es nicht mehr, nachdem diese 2016 noch mit einem dreistelligen Millionenbetrag zu Buche geschlagen hätten. Unter dem Strich könne 2017 das beste Jahr überhaupt werden, sagte Haub. Zahlen zum Gewinn legt das Familienunternehmen allerdings nicht vor.

Zufrieden ist Tengelmann-Chef Haub mit den Beteiligungen an dem Online-Händler Zalando und dem Essens-Lieferdienst Delivery Hero. Es gebe bei beiden keine Pläne, die Anteile zu verringern. Die Firmen hätten viel Potenzial, betonte Haub. Bei Zalando habe der Konzern auch immer mal wieder nachgekauft. Tengelmann ist nach eigenen Angaben an Zalando mit vier Prozent und an Delivery Hero mit knapp zwei Prozent beteiligt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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