Trends der Anuga: Vegan, gesund, Gourmet oder "to go"

Trends der Anuga: Vegan, gesund, Gourmet oder "to go"

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Kronprinz Felipe und seine Frau Letizia auf der Anuga im Jahr 2013.

Am Samstag startet in Köln die Anuga. Bis zum 14. Oktober ist die weltweit größte Fachmesse für Lebensmittel für Besucher geöffnet. Die neuesten Trends im Überblick.

"Wer isst das denn?" fragte 2013 der Express und berichtete von Pizza am Stiel, Honig mit Knoblauchflöckchen und anderen "skurrilen" Lebensmitteln auf der Anuga. In diesem Jahr kommen erneut über 7000 Anbieter aus 108 Ländern auf die Kölner Ernährungsmesse. Die Lebensmittelbranche gilt als hart umkämpft. Im ersten Halbjahr 2015 sank der Branchenumsatz um 4,4 Prozent, der deutsche Markt ist weitgehend gesättigt. Mit diesen Trends will man auf der Anuga gegensteuern:

Vegane Lebensmittel

Immer mehr Menschen ernähren sich vegan, essen also kein Fleisch oder Tierprodukte wie Eier, Honig und Milch. Die Neuheitendatenbank der Anuga listet 136 vegane Produkte, die auf der Messe vorgestellt werden. Darunter Lebensmittel wie "Veggie nuggets vegan" – ein Mini-Burger mit Spinat, Möhren, Mais und Soja. Oder ein Haselnusseis, das auf Basis von Mandelmilch hergestellt wird. Selbst die deutsche Rostbratwurst und Ravioli mit Tomatensoße gibt es in der veganen Variante. Vegane Lebensmittel boomen, laut einer Umfrage von 2014 ernähren sich ein Prozent der Deutschen vegan.

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Gesundheitsprodukte

8,6 Prozent aller neuregistrierten Lebensmittel im ersten Halbjahr 2015 waren Gesundheitsprodukte, so die Datenbank Innova Market Insights. Darunter sind vor allem Produkte wie Säuglingsnahrung, Joghurt oder Frühstückscerealien. Auf der Anuga zeigt ein Anbieter unter anderem einen Protein-Cracker – ein Produkt, dass nicht unbedingt auf den meisten Diät-Plänen steht. Mit einem Eiweißgehalt von 24 Prozent soll es die "ideale Nahrungsergänzung für Sportler" sein.

Anuga 2015

  • Aussteller

    Die Veranstalter erwarten mehr als 7000 Anbieter aus 108 Ländern. Darunter sind 769 deutsche Aussteller. Partnerland der Anuga ist Griechenland mit mehr als 200 Anbietern.

  • Angebotsbereiche

    Die Anuga vereint zehn Fachmessen. Darunter:

    • Anuga Fine Food
    • Anuga Drinks
    • Anuga Chilled & Fresh Food
    • Anuga Meat
    • Anuga Frozen Food
    • Anuga Dairy
    • Anuga Bread & Bakery, Hot Beverages
    • Anuga Organic
    • Anuga FoodService
    • Anuga RetailTec
  • Termin und Öffnungszeiten

    Die Anuga findet vom 10. bis zum 14. Oktober, jeweils von 10 bis 18 Uhr, auf dem Kölner Messegelände statt.

  • Eintrittspreise

    Eine Tageskarte kostet 57 Euro. Für eine Zwei-Tage-Karte bezahlen Besucher 67, für drei Tage 77 Euro. Eine Vier-Tage-Karte kostet 87, eine Dauerkarte 93 Euro.

Gourmetprodukte

Wein, Gemüse, Schokolade – das waren 2014 die meisten neuregistrierten Gourmetprodukte. Auf der Anuga bietet ein deutsches Unternehmen eines der teuersten Gewürze der Welt an: Safran. Außerdem zeigen die Aussteller Schneckenfleischkonserven, grüne Mungobohnen oder „Chili, Minze und Ingwer-Gelee.“ Eine aktuelle Untersuchung unter 30.000 Haushalten zeigt, dass Verbraucher mehr Wert auf die Qualität ihres Essens legen. 2005 nannten 56 Prozent den Verbrauch als entscheidendes Kriterium, ob ein Lebensmittel gekauft wird. 2015 war Qualität die Antwort von 51 Prozent der Befragten.

Fair gehandelte Produkte

Die Verbraucher fragen fair gehandelte Produkte immer mehr nach. Für 2014 meldet die Innova-Datenbank rund ein Viertel mehr neue Produktregistrierungen. Die meisten neuregistrierten Produkte waren dabei Schokolade, Fisch und Meeresfrüchte sowie Kaffee. 2013 gaben 41 Prozent der Deutschen in einer Umfrage an, mehr für fair gehandelte Produkte bezahlen, wenn der Preis höher sei. Fair gehandelt gibt es auf der Anuga unter anderem Zartbittercreme, Olivenöl und Barbecuesauce.

Wer vom Boom bei den Öko-Lebensmitteln profitiert

  • Gesamt

    Umsatz 2013: 7,55 Milliarden Euro
    Umsatz 2014: 7,91 Milliarden Euro

    Quelle: Arbeitskreis Biomarkt

  • Platz 1

    Lebensmittelhandel einschließlich Drogeriemärkte

    Anteil am Gesamtmarkt: 53 Prozent

    Umsatz 2013: 4,06 Milliarden Euro
    Umsatz 2014: 4,21 Milliarden Euro

  • Platz 2

    Naturkostfachgeschäfte

    Anteil am Gesamtmarkt: 33 Prozent

    Umsatz 2013: 2,40 Milliarden Euro
    Umsatz 2014: 2,62 Milliarden Euro

  • Platz 3

    Sonstige

    Bäckereien, Metzgereien, Obst/Gemüse-Fachgeschäfte, Wochenmärkte, Ab-Hof

    Anteil am Gesamtmarkt: 14 Prozent

    Umsatz 2013: 1,10 Milliarden Euro
    Umsatz 2014: 1,09 Milliarden Euro

Lebensmittel zu Mitnehmen

Auf der Anuga gibt es aber nicht nur hochwertige und fair gehandelte Produkte zu sehen. Denn nicht alle Deutschen nehmen sich die Zeit, zu Hause selbst aufwändig zu kochen. Laut einer repräsentativen Studie, die im Vorfeld der Messe vorgestellt wurde, haben viele Verbraucher immer weniger Zeit zum Kochen und Einkaufen – und essen deshalb vermehrt auswärts oder greifen zu Produkten zum Mitnehmen. Auf der Anuga zeigen einige Aussteller neue Variationen der "to go"-Klassiker Kaffee, Pizza oder einen Hähnchensnack.

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