Tui will Anteile angeben: Hapag-Lloyd soll in Hamburger Hände gehen

Tui will Anteile angeben: Hapag-Lloyd soll in Hamburger Hände gehen

, aktualisiert 13. Dezember 2011, 14:57 Uhr
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Ein Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd bahnt sich seinen Weg durch Eisschollen auf der gefrorenen Elbe.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Reisekonzern Tui schließt das Kapitel Hapag-Lloyd. Die letzten Anteile an Hapag-Lloyd sollen an ein Eignerkonsortium gehen. Jetzt kommt alles auf den Preis an.

HannoverDer Reisekonzern Tui will seine Hapag-Lloyd-Restbeteiligung an das Eignerkonsortium der Reederei um die Stadt Hamburg und den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne verkaufen. Tui werde von seinem Andienungsrecht eines Anteils von 33,3 Prozent Gebrauch machen. Das habe der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am Dienstag in Hannover beschlossen, teilte Tui mit.

Der Touristikkonzern Tui will seinen Anteil von 38,4 Prozent schon seit einiger Zeit loswerden. Der Reise-Konzern ist noch mit 38,4 Prozent an der Containerreederei beteiligt, will dieses Paket aber verkaufen und sich allein auf das Reisegeschäft konzentrieren.

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„Unser Ausstieg aus der Containerschifffahrt ist vor mehr als drei Jahren mit allen Partnern im Hamburger Konsortium festgeschrieben worden“, erklärte Konzernchef Michael Frenzel. Falls es zunächst auf dem Verhandlungsweg nicht zu einer Einigung mit dem Konsortium über den Wert der Beteiligung kommt, wird der Verkehrswert von einem Wirtschaftsprüfer als Schiedsgutachter ermittelt. Sollte nicht bis spätestens Ende September 2012 ein Kaufvertrag zustande gekommen sein, kann Tui die Mehrheit an Hapag-Lloyd an Investoren verkaufen.

Die Miteigentümer um Kühne und die Hansestadt halten 61,6 Prozent an Hapag-Lloyd. Die Tui besitzt 38,4 Prozent an der Hamburger Traditionsreederei. 33 Prozent bietet sie nun dem Konsortium zum Kauf an. Die Tui-Aktie gewann nach der Bekanntgabe deutlich an Wert. Mit dem Kauf der Anteile könnten Kühne und die Stadt Hamburg versuchen, zu verhindern, dass Tui zum 2. Januar 2012 seine Verkaufsoption über 33,3 Prozent der Hapag-Lloyd-Anteile zieht.

Die Suche Tuis nach einem Käufer für seine Beteiligung an Hapag Lloyd war lange erfolglos verlaufen. Wie etwa die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, waren Gespräche mit einem omanischen Staatsfonds sowie dem chinesischen Logistikunternehmen HNA im Sande verlaufen. Auch ein Verkauf an die chilenische Reederei CSAV sei vom Tisch gekommen.

Die Reederei Neptune Orient Lines Ltd (NOL) aus Singapur hatte jüngst dementiert, beim Hamburger Konkurrenten Hapag-Lloyd einzusteigen. NOL werde keinen neuen Anlauf unternehmen, hatte die Reederei mitgeteilt. NOL, die dem Staatsfonds Temasek gehört, hatte zuletzt im Sommer 2008 über mehrere Wochen Verhandlungen mit dem Hapag-Großaktionär TUI geführt, war sich am Ende aber nicht über einen Kaufpreis einig geworden. Gut vier Milliarden Euro waren damals im Gespräch.

Quelle:  Handelsblatt Online
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