Überangebot erwartet : Preise für Lebensmittel könnten fallen

Überangebot erwartet : Preise für Lebensmittel könnten fallen

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Obstannahmestelle in Thüringen: Die deutschen Agrarminister rechnen mit einem Überschuss an Lebensmitteln.

Schweinefleisch, Früchte, Molkereiprodukte: Nach dem russischen Importstopp rechnen die Agrarminister der Bundesländer mit einem Überangebot an Lebensmitteln – und fallenden Preisen.

Die Agrarminister der Länder befürchten nach den russischen Importbeschränkungen für Lebensmittel einen Preisverfall. Ein Überangebot an Schweinefleisch, Obst und Gemüse sowie Molkereierzeugnisse deute sich an, sagte der Sprecher des Brandenburger Agrarministeriums, Jens-Uwe Schade, am Donnerstag. Brandenburg hat den Vorsitz der Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern, die zurzeit in Potsdam tagt. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) reist am Freitag zu einem Sondertreffen seiner EU-Kollegen nach Brüssel.

Der durch den Importstopp ausgelöste Druck auf die Märkte insbesondere für Milch- und Fleischprodukte, Obst und Gemüse belaste die Landwirte, warnte der Deutsche Bauernverband. Die Betriebe seien unverhofft und unverschuldet in Schwierigkeiten geraten. In guten Jahren müsse es möglich sein, steuerbegünstigte Rücklagen zu bilden, wird in einer Resolution gefordert, die am Freitag den Agrarministern überreicht werden soll.

Preisverfall durch Einfuhrstopp Ukraine-Krise macht Butter billiger

Der russische Einfuhrstopp für EU-Lebensmittel lässt die Milchpreise sinken. Deutsche Supermärkte reagieren - und bieten ihre Butter günstiger an.

Markenbutter von Aldi: Deutschlands größter Discounter senkt den Preis für seine Butter deutlich – und die anderen Supermärkte ziehen nach. Quelle: dpa

Die grünen Landwirtschaftsminister aus fünf Ländern wollen eine stärkere Begrenzung der Massentierhaltung voranbringen. Geeignete Maßnahmen ließen sich zu einem großen Teil auf Landesebene umsetzen, erklärten die Ressortchefs Christian Meyer (Niedersachsen), Alexander Bonde (Baden-Württemberg), Priska Hinz (Hessen), Johannes Remmel (NRW) und Ulrike Höfken (Rheinland-Pfalz). Niedersachsen plane bereits ein Verbot das Schwänze-Kupierens bei Ferkeln. In Hessen seien Förderprogramme an Tierwohl-Kriterien geknüpft.

Der Bauernverband kritisierte nationale Regeln für die Tierhaltung in einem gemeinsamen europäischen Markt. „Wenn auch noch die Bundesländer anfangen, Sonderwege zu gehen, wäre das sicherlich kontraproduktiv“, sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken der dpa. „Jeder Landwirt ist von Haus aus Tierschutzbeauftragter.“

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