Übernahme: Wie Investor Advent Douglas umbauen will

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Übernahme: Wie Investor Advent Douglas umbauen will

Der Übernahme des Handelskonzerns Douglas durch den Finanzinvestor Advent ist besiegelt. Der neue Mehrheitseigner hat ambitionierte Ziele: Er möchte das Wachstum der Parfüm- und Schmucksparte vorantreiben.

Der Finanzinvestor konnte sich bereits vorzeitig die nötige Mehrheit der Douglas-Aktien sichern, wie die Advent-Gesellschaft Beauty Holding Three jetzt mitteilte. Advent hatte bis zu 1,5 Milliarden Euro für Douglas geboten und sich zur Übernahme des Handelskonzerns mit der Eignerfamilie Kreke verbündet. Der Finanzinvestor will die gleichnamige Parfümeriekette nun ausbauen - und die Sanierung der Buchhandelskette Thalia vorantreiben.

Advent hatte angekündigt, bis zum 4. Dezember um Mitternacht mindestens 75 Prozent der Douglas-Stimmrechte erreichen zu wollen. Diese Schwelle übersprang Advent vorzeitig: Bereits bis Montagabend seien 76,21 Prozent des Douglas-Grundkapitals Advent angedient worden. Advent bietet 38 Euro je Douglas-Aktie. Die Kartellbehörden hatten die Übernahmepläne bereits freigegeben - Advent hat damit die wesentlichen Voraussetzungen für das Übernahmeangebot erfüllt. Sprecherinnen von Advent und Douglas wollten sich aber zunächst nicht dazu äußern, denn noch läuft die Offerte. Deren endgültiges Ergebnis wird einer Advent-Sprecherin zufolge voraussichtlich am Freitag veröffentlicht.

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Unter der Ägide des Finanzinvestors Advent International sollen bei Douglas vor allem die namensgebende Parfümeriekette und die Christ-Juweliergeschäfte ausgebaut werden. Advent "beabsichtigt, das Wachstum der Parfüm- und Schmucksparte gemeinsam mit dem Management voranzutreiben", hatte der Investor in seinem Übernahmeangebot für das Hagener Unternehmen angekündigt. Dazu seien auch Übernahmen, etwa in Südamerika und Asien, möglich. Die Textilkette AppelrathCüpper und die Hussel-Süßwarenläden stehen dagegen eher in der zweiten Reihe: Sie sollen laut Advent "ertragsorientiert" weitergeführt werden.

Beim Buchhändler Thalia soll der Umbau weitergehen. Er leidet unter Internet-Konkurrenz wie Amazon und dem Siegeszug von E-Readern wie dem Kindle. Filialen sollen bei Thalia verkleinert werden, einige wurden bereits geschlossen. Advent wolle Douglas bei der "Verzahnung von stationärem Handel mit E-Commerce-Angeboten sowie der Schaffung kanalübergreifender Vertriebs- und Marketingkonzepte" auf die Sprünge helfen, hatte der Finanzinvestor bereits angekündigt.

Advent hatte sich bereits mit der Gründerfamilie um Douglas-Vorstandschef Henning Kreke verbündet. Ihr 12,7-Prozent-Anteil geht nach dem Übernahme-Plan für 190,7 Millionen Euro an den Finanzinvestor, 160,6 Millionen davon steckt die Familie dann in die künftige Eigentümer-Holding, an der sie 20 Prozent halten soll. Auch die beiden anderen Großaktionäre, der Drogerieunternehmer Erwin Müller (12,0 Prozent) und der Lebensmittelkonzern Oetker (25,8 Prozent), hatten Advent versprochen, ihre Anteilsscheine für jeweils 38 Euro an Advent abzutreten. Der künftige Mehrheitseigentümer hatte dadurch bereits 50,5 Prozent der Douglas-Anteile sicher. Nun konnte Advent auch ausreichend andere Aktionäre von der Offerte überzeugen.

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