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Üppiges Weihnachtsgeschäft: Wo die Deutschen Geschenke kaufen

von Christof Kerkmann Quelle: Handelsblatt Online

O du klingelnde: Der Handel darf sich im Weihnachtsgeschäft auf volle Geschäfte und Kassen freuen. Die Menschen in Deutschland wollen mehr Geld für Geschenke ausgeben. Welche Händler sich besonders freuen können.

Es ist nicht zu übersehen: Der Einzelhandel ist in Weihnachtsstimmung. Quelle: dpa
Es ist nicht zu übersehen: Der Einzelhandel ist in Weihnachtsstimmung. Quelle: dpa

Kein Entrinnen für Weihnachtsmuffel. Der Einzelhandel hat sich bereits für das Fest der Liebe und des Konsums gerüstet, in den Fußgängerzonen und Einkaufszentren blinken Lichterketten und Lametta um die Wette. Das ist kein Wunder, denn viele Verbraucher wollen ihre Einkäufe schon im November erledigen – auch wenn sich ein großer Teil dann doch am dritten und vierten Advent ins Getümmel stürzt. Im Radio laufen bereits seit Wochen Werbespots für Weihnachtsbasars in großen Kaufhäusern.

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Das Werben könnte sich in diesem Jahr besonders lohnen: Die Deutschen geben sich spendabel. Auf den Wunschzetteln stehen Klassiker wie Bücher und Schmuck, Gadgets wie Smartphones und Computer – aber auch ein Wünsche, die dem Handel erst nach Weihnachten zugute kommen: Bargeld und Gutscheine.

Weihnachten ist für den Einzelhandel die wichtigste Zeit des Jahres. Die Aussichten sind gut, dass es für die Branche tatsächlich ein Fest wird. Denn die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist solide und wird sich so schnell auch nicht wesentlich verschlechtern. Viele Menschen haben mehr Geld – oder sie wollen die Krise vergessen und sich ein paar schöne Tage machen. Das Weihnachtsbudget beträgt in diesem Jahr 485 Euro pro Haushalt, wie eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ergeben hat. Das sind sieben Prozent mehr als noch 2011. Mehr als die Hälfte davon geht tatsächlich für Geschenke drauf: 285 Euro.

Nicht jeder verbringt Weihnachten und Silvester gerne in den eigenen vier Wänden. Vor allem Städtetrips sind bei den Deutschen besonders beliebt. Wo es die Deutschen zu den Festtagen besonders hinzieht, hat das Online-Reiseportal eDreams erhoben,. Nur zwei Langstreckenziele sind dabei – ansonsten dominieren Europas Hauptstädte.

Bild: dpa

Die Ausgaben summieren sich im November und Dezember auf voraussichtlich 80,4 Milliarden Euro, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostiziert. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – ein neuer Rekordwert. Von einem solchen Wachstum ist der Süden Europas übrigens weit entfernt: Die Griechen wollen rund 16 Prozent weniger ausgeben, die Portugiesen 14 Prozent, die Spanier und Italiener je 4 Prozent. Die Krise verdirbt so manchem wohl das Fest.

Das begehrteste Geschenk kann man nirgendwo kaufen: Jeder zweite will Bargeld haben, wie Deloitte ermittelt hat. Auch Gutscheine als etwas persönlichere Alternative sind beliebt. Ansonsten dominieren in den Top 10 der beliebtesten Geschenke Klassiker und Gadgets: Schmuck und Spielwaren natürlich, Parfüm und Bücher.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 18.11.2012, 04:18 UhrJoselyn

    Mit unserem Land geht es wirtschaftlich immer mehr bergab. Frau Merkel & Co haben Deutschland zu einem Billiglohnland gemacht. Durch Zeitarbeit und Dumpinglöhne.

    Ich persönlich kann verstehen, wenn sich die Menschen wenigstens zu Weihnachten -einmal im Jahr- etwas gönnen möchten und darauf hin sparen.

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