Uhrenhersteller: Swatch blitzt bei Wettbewerbsbehörde ab

Uhrenhersteller: Swatch blitzt bei Wettbewerbsbehörde ab

, aktualisiert 27. Oktober 2016, 08:36 Uhr
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Die mechanischen Uhrwerke des Swatch-Konzerns waren damals ein Meilenstein der Industrie.

Quelle:Handelsblatt Online

Swatch kämpft derzeitig mit starken Gewinneinbußen. Um dem entgegenzuwirken wollte der Uhrenkonzern seine Produkte wieder an die Konkurrenz liefern. Die schweizer Wettbewerbsbehörde Weko ist allerdings dagegen.

ZürichRückschlag für den Swatch-Konzern : Die Schweizer Wettbewerbsbehörde Weko lehnte einen Antrag des weltgrößten Uhrenproduzenten ab, künftig wieder mehr mechanische Uhrwerke an die Konkurrenz zu verkaufen. Swatch hatte darauf gedrungen, ein entsprechendes Abkommen aus dem Jahr 2013 zu lockern. Experten zufolge wollte der unter einer kriselnden Nachfrage leidende Konzern damit seine Auslastung verbessern. Doch daraus wird nun nichts. „Das schwierige wirtschaftliche Umfeld, in dem sich die Uhrenindustrie derzeit befindet, ist nach Ansicht der Weko kein ausreichender Grund, die 2013 getroffene Regelung abzuändern“, erklärte die Behörde am Donnerstag.

Die Vorgeschichte dazu reicht einige Jahre zurück: Der Konzern liefert über seine Tochter ETA den Großteil der in der Branche eingesetzten mechanischen Uhrwerke. Sie treiben die Zeitmesser mit Hilfe kleiner Mechanismen an, ohne dass dafür eine Batterie nötig ist. Swatch wollte jedoch nicht mehr all seine Konkurrenten beliefern müssen und hat dazu 2013 mit der Weko eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Viele Uhrenhersteller hatten nach der Ankündigung von Swatch, die Lieferungen einzustellen, eigene Produktionsstätten aufgebaut.

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Doch seither hat sich der Wind gedreht: Die Luxusuhren-Branche leidet unter einer sinkenden Nachfrage, weil die teuren Zeitmesser bei Touristen nicht mehr so gefragt sind. Das bekam auch Swatch zu spüren: Der Gewinn des Weltmarktführers schrumpfte im ersten Halbjahr um 52 Prozent. Eine höhere Auslastung der eigenen Produktion wäre dem Konzern daher Experten zufolge willkommen gewesen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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