Umstrittener Haustarif: Tarifverhandlungen bei Real abgebrochen

Umstrittener Haustarif: Tarifverhandlungen bei Real abgebrochen

, aktualisiert 04. Juli 2015, 12:23 Uhr
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Verdi und Metro ringen um einen neuen Tarifvertrag bei Real.

Die Supermarktkette Real ist Mitte Juni aus dem Flächentarifvertrag ausgesteigen. Die erste Verhandlungsrunde über einen eigenen Haustraif wurde aber ohne Ergebnis abgebrochen.

Die erste Verhandlungsrunde für einen eigenen Haustarifvertrag bei der Metro-Tochter Real ist am Freitag ergebnislos abgebrochen worden. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am Samstag mit. Der Mönchengladbacher Lebensmittelhändler, der rund 38 000 Mitarbeiter beschäftigt, war Mitte Juni aus dem Flächentarifvertrag ausgetreten. Damit standen eigene Verhandlungen für Real an.

Verdi lehnt einen Real-Haustarif ab und forderte das Unternehmen erneut auf, zum Flächentarif zurückzukehren. Das wahre Ziel des Managements mit dem Haustarif seien die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und eine Absenkung der Einkommen, hieß es.

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Metro-Chef Olaf Koch Real steigt aus der Tarifbindung aus

Die Personalkosten bei der Handelskette Real liegen bis zu 30 Prozent über denen der Konkurrenz. Der Chef des Eigentümers Metro, Olaf Koch, nimmt deshalb Real aus der Tarifbindung – und will weiter mit Verdi verhandeln.

Olaf Koch, CEO Metro AG Quelle: REUTERS

Real hatte den Schritt mit dem scharfen Wettbewerb begründet: „Das Tarifsystem im deutschen Lebensmitteleinzelhandel benachteiligt die tariftreuen Unternehmen“, sagte Arbeitsdirektor Jörg Kramer laut einer Mitteilung. Sein Unternehmen trage bis zu 30 Prozent höhere Lohnkosten als Wettbewerber. Solange der Tarifvertrag umstritten ist, hat Real den Mitarbeitern Bestandsschutz angeboten, so dass deren Entgelte zunächst unverändert blieben.

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