Verbraucherzentralen: „Sharing Economy“ braucht Verbraucherschutz

Verbraucherzentralen: „Sharing Economy“ braucht Verbraucherschutz

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Auch bei Sharing-Angeboten sollte man auf Datenschutz achten.

Das Internet macht es leicht, Dinge gemeinschaftlich zu nutzen. Vom Carsharing bis zur Leih-Säge: Viele Menschen stehen den Angeboten aufgeschlossen gegenüber. Verbraucherschützer sehen auch Risiken.

Ob Auto, Wohnung oder Werkzeug: Bei der Nutzung von Sharing-Angeboten legen Verbraucher vor allem Wert auf Datenschutz und garantierte Leistung. Eine große Rolle spielen auch schnell erreichbare Ansprechpartner und die Wahrung gesetzlicher Standards, wie aus einer Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gut neun von zehn Befragten sind diese Punkte wichtig oder sehr wichtig.

„Sicherheit ist für Verbraucher ein hohes Gut. Ein Mindestmaß an Verbraucherschutz muss auch in der Sharing Economy gelten“, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller. Das gelte auch, wenn Privatleute zu Anbietern würden. „Die Vermittlungsplattformen sind gefragt, Qualität sicherzustellen und für Transparenz zu sorgen.“

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Sharing-Angebote sind im Kommen, haben der Umfrage zufolge aber noch nicht den breiten Markt erreicht. Nur 13 Prozent haben schon einmal eine Kleidertauschbörse genutzt, 10 Prozent einen Carsharing-Dienst, 4 Prozent ein Apartment auf Tausch-Basis. Noch am häufigsten werden Mitfahrgelegenheiten in Anspruch genommen (36 Prozent) und Werkzeuge ge- oder verliehen (18 Prozent). Rund zwei Drittel können sich aber vorstellen, in Zukunft Mitfahrgelegenheiten (72 Prozent), Bikesharing- (66 Prozent) oder Carsharing-Dienste (62 Prozent) zu nutzen.

Eine zweite Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Hier gab knapp jeder Zweite (46 Prozent) an, in den vergangenen zwei Jahren einmal ein Sharing-Angebot genutzt zu haben. Bei den Unter-30-Jährigen waren es 82 Prozent.

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Laut vzbv-Umfrage ist die Bereitschaft, selbst Dinge zu verleihen, tendenziell groß. Nur 11 Prozent lehnen das rundheraus ab. Vier von fünf Befragten würden persönlichen Besitz aber nur jemandem aus ihrem Bekanntenkreis überlassen. Jeder Fünfte findet es undenkbar, sein Auto zu verleihen oder sich selbst jemandes Auto auszuborgen.

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