Verdi: Schon wieder Streiks bei Amazon

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Verdi: Schon wieder Streiks bei Amazon

Im Tarifstreit beim Versandhändler Amazon verschärft die Gewerkschaft Verdi ihre Gangart. Inmitten der umsatzstarken Vorweihnachtszeit rief die Arbeitnehmervertretung in Bad Hersfeld, Leipzig und Graben zum Streik auf.

Beschäftigte des Online-Versandhändlers Amazon haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Montag an mehreren Standorten in Deutschland die Arbeit niedergelegt. Die Arbeitnehmervertretung rief am Montag nicht nur die Beschäftigten in den Versandzentren in Bad Hersfeld und Leipzig zum Streik auf. Erstmals sollen auch die Mitarbeiter am Amazon-Standort Graben bei Augsburg protestieren. Nach Verdi-Angaben werden zudem mehrere amerikanische Gewerkschaften am Montag vor der Amazon-Firmenzentrale in Seattle eine Solidaritätsaktion veranstalten, an dem auch eine Streik-Delegation aus Deutschland teilnehmen wird. Darüber hinaus soll am Dienstag eine Protestaktion am Amazon-Standort in Werne stattfinden.

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Dem Expansionsdrang von Online-Giganten wie Amazon haben kleine Geschäfte wenig entgegenzusetzen. Was der Gang der Kunden ins Netz für die Innenstädte und den stationären Einzelhandel bedeutet.

Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

„Die Beschäftigten bei Amazon leisten hervorragende Arbeit, die vor Weihnachten in Höchstleistungen ausartet. Da ist es nur recht und billig, dass ein Konzern seinen Mitarbeitern Verbindlichkeit und Sicherheit durch Tarifbindung und angemessene Bezahlung bietet“, erklärte Streikleiter Thomas Gürlebeck in Graben. "Das System Amazon ist geprägt von niedrigen Löhnen, permanentem Leistungsdruck und befristeten Arbeitsverhältnissen", erklärte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Umso wichtiger sei es, dass die Beschäftigten sich gegen diese Methoden zur Wehr setzten.

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Die Gewerkschaft fordert von dem weltgrößten Internet-Versandhändler höhere Löhne und tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Der US-Konzern nimmt aber die Logistikbranche als Maßstab, in der niedrigere Löhne gezahlt werden. Amazon lehnt einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels bisher ab und orientiert sich an den günstigeren Konditionen der Logistikbranche. Deswegen kommt es seit dem Sommer deutschlandweit immer wieder zu Streiks. Bei Amazon arbeiten bundesweit rund 9000 Mitarbeiter in acht Versandzentren.Nach Worten eines Amazon-Sprechers liegen die Mitarbeiter der deutschen Amazon-Logistikzentren mit ihren Einkommen am oberen Ende dessen, was in der Logistikindustrie üblich ist.

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