Verpackungsmüll: Einwegbecher sind nur die Spitze des Müllbergs

Verpackungsmüll: Einwegbecher sind nur die Spitze des Müllbergs

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Umweltschützer haben den Wegwerf-Bechern den Kampf angesagt.

Mit der eigenen Tasse ins Café? Schon lange fordern Umweltschützer, den Wegwerf-Wahnsinn bei Kaffeebechern zu stoppen. Auch wenn sich jetzt etwas tut, ist das Problem Verpackungsmüll noch nicht aus der Welt.

Der schnelle Kaffee zum Mitnehmen macht der Umwelt schwer zu schaffen. Hunderttausende von Einwegbechern mit Plastikdeckeln und sonstigem Zubehör landen täglich deutschlandweit nach kurzem Gebrauch im Müll. Das ruft Umweltschützer und Politik auf den Plan.

Nach den Kaffee-Ketten Starbucks und Tchibo bietet jetzt auch McDonald's seinen Kunden an, ihren Kaffee in mitgebrachte Tassen oder eigene Mehrwegbecher füllen zu lassen. Dafür erhalten sie einen Rabatt von 10 Cent. Doch wie viel Müll lässt sich dadurch tatsächlich vermeiden? Und ist das nur Image-Kosmetik für den Fastfood-Riesen?

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Der steht wegen seiner Einweg-Verpackungen immer wieder in der Kritik - und muss sich derzeit nicht nur im umkämpften Heimatmarkt USA, sondern auch in Deutschland ganz schön strecken. Neuere Burgerbräter und Gastroketten wie Hans im Glück und Vapiano, aber auch Bäckereien, Tankstellen und Foodtrucks wetteifern um die hungrige Kundschaft.

Kaffee schadet der Umwelt Stündlich werfen Deutsche 320.000 Becher weg

Kaffee kann ein Genuss sein – doch aus Kapseln zubereitet oder im Einwegbecher getrunken, belastet er die Umwelt. Für die Unternehmen sind die bunten Einzelportionen ein Riesengeschäft. Dabei gibt es billigere und leckere Alternativen.

Kaffeekapseln schaden der Umwelt. Quelle: dpa

Um mehr Gäste anzulocken, steckt McDonald's viel Geld in den Umbau seiner deutschen Restaurants und wirbt um das Vertrauen der Kunden, zum Beispiel mit einem digitalen „Zutaten-Check“ und eben auch mit der Kaffeebecher-Aktion. Man sei sich der Einwegbecher-Problematik schon länger bewusst und habe daher in den vergangenen Monaten auch im Dialog mit der Politik nach Lösungen gesucht, heißt es.

Ganz neu ist die Idee derweil nicht. Den privaten Becher befüllt seit einiger Zeit auch Tchibo - allerdings ohne Preisnachlass. „Wir liegen ohnehin preislich deutlich niedriger als viele Wettbewerber“, sagt Stefan Dierks von Tchibo. Die To-go-Welle sieht der Nachhaltigkeitsmanager durchaus zwiespältig: „Wir würden den Kaffee natürlich am liebsten ausschließlich in Porzellantassen ausschenken.“

Es sei aber nun einmal ein gesellschaftlicher Trend, dass viele Kunden nicht in der Filiale bleiben, sondern sich zeitsparend den Kaffee für unterwegs kaufen wollen. Diesen Wunsch müsse man bedienen. Wie viele der Gäste tatsächlich mit eigenem Becher zum Ausschank kommen, hänge auch von der Lage der einzelnen Filiale ab - am häufigsten werde der Service in Großstädten in Anspruch genommen.

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